Quelle Weser Kurier:
"Für uns gab es heute ja nur das Motto hopp oder top. Wenn wir öfter so eine Leistung wie heute gezeigt hätten, wären wir sicher nicht in die Bredouille gekommen. Doch es sollte einfach nicht sein ", sagte ein enttäuschter Kapitän Mario Paix nach dem Schlusspfiff. Umso ärgerlicher für die Lahauser, die durch einen Kopfballtreffer von Aljosha Klatte in der 78. Minute sogar noch in Führung gehen konnten und diese dann binnen zehn Minuten verspielten. Von Beginn an kämpften die Gäste um ihre letzte Chance und wurden in der 20. Minute für ihr Engagement belohnt. Einen Flankenball von Ahmed Hossein versenkte die einzige Lahauser Spitze Matthias Wagner per Kopfball ins Netz. Umso überraschender der Sudweyher Ausgleich: Eike Dziubas trockener Schuss schlug zum Entsetzen der Lahauser im rechten unteren Eck ein (29.). Auszeichnen konnte sich danach Gästeschlussmann Andreas Rohlfs, der mit einem Blitzreflex einen Kopfballtreffer von Arne Janssen verhinderte (38.). Umso bemerkenswerter, da Rohlfs ansonsten in der Lahauser Altliga auf Torjagd geht. "Andreas war bereits der fünfte Mann, der in dieser Saison bei uns zwischen den Pfosten stand", verdeutlichte TSV-Coach Jörg Amrhein das Torwartproblem. Zumindest in dieser Partie war das jedoch nicht der Hauptgrund für das spätere Scheitern. Auch in den zweiten 45 Minuten gaben die Gäste überwiegend den Ton an und kamen so folgerichtig zur bereits geschilderten Führung (78.), die allerdings nur zwei Minuten Bestand haben sollte. Ein Schuss von Janssen prallte vom Knie des Abwehrrecken Lars Bock zum Ausgleich ins Netz - eigentlich bezeichnend für die Lahauser Pechsträhne während dieser Saison. Nur eine Minute später gar die Sudweyher Führung: Stephen Bohl rutschte erfolgreich in den Flankenball von Timo Diephaus (81.). Nach der gelb-roten Karte für Bock (87.) fingen sich die Lahauser gar noch den vierten Treffer ein. Bohl sah nach einem Konter seinen besser postierten Nebenmann Nico Riekers und bediente diesen mustergültig (89.).
"Unser Sieg ging völlig in Ordnung", bilanzierte Vilsens Co-Trainer Norbert Schmusch, der in den 90 Minuten nur einen Torschuss der harmlosen Gastgeber notierte. Anders dagegen die Gäste, die sich bereits früh über die Führung freuen durften. Nach einem gelungenen Angriff über die rechte Seite flankte Matthias Hansack in den Strafraum, wo Tobias Witte die Kugel nur noch einzudrücken brauchte (11.). Die Vilser verzeichneten schon bald darauf Tor Nummer zwei. Dieses erzielte Marco Preiß mit einem herrlichen Dropkick (25.). Fast ein Spiegelbild zum ersten war dann der dritte Vilser Treffer. Mit dem Unterschied, das dieser schöne Angriff über die linke Seite vorgetragen wurde. Als Flankengeber betätigte sich Christian Mewes. Wiederum stand Mittelstürmer Witte goldrichtig und markierte seine zweite Bude an diesem Tage (37.). Weitere Gästetreffer verhinderte der glänzend aufgelegte Sulinger Schlussmann Benjamin Hanke. So in der 32. Minute, als er einen Schuss von Heinrich Büntemeyer parierte oder aber auch zehn Minuten später, als er einen Freistoß Büntemeyers entschärfte. Auch ein vielversprechender Kopfball des eingewechselten Marcel Schröder wurde Beute des FC-Keepers. "Jetzt freuen wir uns auf den letzten Auftritt vor heimischen Publikum gegen Wagenfeld", sieht Schmusch einer zünftigen Aufstiegsfeier entgegen. SV Bruchhausen-Vilsen: Bobrink - Preiß, Wellmer (68. Röper), Büntemeyer, Hansack, Schlechter, Michou, Witte (46. Schröder), Alpert, Lampa, Mewes (46. Riemenschneider).
Und weil der derzeitige Coach Lüder Meyer wieder mal große Personalprobleme hatte, überzeugte er den noch in der Alten Herren aktiven Bormann, die Reise in den Südkreis mit anzutreten. Das Spiel war ein Erlebnis für alle neutralen Fußballfans. Denn die Wetscher zeigten auch im vorletzten Spiel beeindruckenden und konsequenten Fußball. "Die lassen überhaupt nicht nach, waren bis zum Ende bissig und gehören nicht in die Kreisliga", staunte Meyer, der sich freute, dass sein Team immerhin eine halbe Stunde mithielt. "Wir waren richtig bemüht", so Meyer. Mirko Krey und Fabian Wolters hatten sogar Torchancen für die Schwarmer. Doch dann schlugen Enno Kohl (24.) und Esposito (34., 40.) zu. Auch nach der Pause ließ Wetschen nicht nach, Schwarme konnte nicht nur wegen der vielen Ausfälle nicht mehr. Taskin Türker (49.) per Freistoß und der eingewechselte Steffen Alscher (66.) mit einem 25-Meter-Kracher in den Winkel, Dominik Kramer (68.) und Tim Franke (80.) schraubten das Ergebnis in die Höhe. TSV Schwarme: Bösche - Trautmann (46. Albrecht), Macho, Niehaus, Bauer, Bahr, Pohle, Bormann (78. Falldorf), H. Meyer, Wolters, Krey.
Matchwinner war Libero Timo Spannhake, der mit guter Übersicht und gekonntem Stellungsspiel so manche Gefahrensituation frühzeitig entschärfte. "Beachtlich, wie souverän er das als 19-Jähriger gemacht hat", lobte sein Trainer den Youngster, der in der Hinserie noch in der Zweiten gespielt hatte. Außerdem machte der zum TuS Syke zurückkehrende Frank Weseloh im Mittelfeld ein gutes Spiel. Weseloh glich per Kopfball die Neuenkirchener Führung durch Thomas Nordmann (27.) aus (57.). Der SVH ließ in dieser Phase den Ball besser laufen und agierte mutiger nach vorne. "Vor der Pause war das ganz anders. Da waren wir in Kopf und Beinen viel langsamer", so Drechsler. Zudem agierten die Heiligenfelder zu eigensinnig. Doch das war alles vergessen, als Gerrit Bolte den SVH aus kurzer Distanz auf die Siegerstraße brachte. Frank Weseloh und Michael Volkmann scheiterten noch an TVN-Keeper Höner. Eric Stöver zielte da besser und drosch einen Freistoß aus 20 Metern zum 3:1 in die Maschen. SV Heiligenfelde: Rabe - Spannhake, Janshen, R. Schmidt (53. Bolte), Obst, Volkmann (64. r. Rohlfs), Weseloh, A .Rohlfs, Kucharski, Stöver, Götzinger
Mit einem Foulelfmeter konnten die Lessener bereits nach zwei Minuten in Führung gehen. Julian Hartkamp ließ sich die Chance vom Punkt nicht nehmen. "Dabei handelte es sich jedoch um eine sehr fragwürdige Entscheidung. Das haben nicht nur wir, sondern auch einige Lessener Zuschauer so gesehen", schilderte Neubruchhausens Abwehrspieler Sven Husmann die Szene. Nicht gerade geschockt zeigten sich die Gäste durch diesen frühen Rückstand, konnte doch Christian Nolte bereits drei Minuten später ausgleichen. Nolte drückte dabei einen Abpraller von Lessens Torhüter Tobias Plümer, der einen Schuss von Nico Timme nicht festhalten konnte, über die Linie. Diverse weitere Möglichkeiten boten sich beiden Mannschaften bis zum Seitenwechsel, welche jedoch nicht genutzt werden konnten. Wesentlich hektischer ging es im zweiten Abschnitt zu. Überschattet wurde das Spiel durch die Verletzung des Neubruchhausers Arne Klußmann, der nach einem unbeabsichtigten Ellenbogencheck eines Lesseners einige Zähne verlor (65.). Doch auch Tore waren noch zu bejubeln, wenn auch überwiegend auf Lessener Seite. Den Anfang machte dabei Dennis Griffel, der die erneute Führung für die Hausherren markierte (53.). Hendrik Fischer (77.), Daniel Greulich (83.) und erneut Griffel (88.) schossen den zwischenzeitlichen 5:1-Vorsprung heraus, ehe den Gästen ihr zweiter Treffer gelang. Für diesen zeichnete nach einem weiten Abschlag des guten Neubruchhauser Torhüters Sascha Buddenbaum Nico Timme verantwortlich (89.). TSV Neubruchhausen: Buddenbaum - Barth, Meyer, T. Timme, A. Klußmann (65. J. Lange), Gießel, Hattesohl (60. Aselmann), Nolte, Husmann, O. Klußmann, N. Timme.
"Wir hätten den Abstieg auch nicht verdient gehabt", fand Hachetals Coach Kim Kohröde. Einen Punkt in Sulingen schon eher. Denn die Gäste hatten sich ein passendes Konzept zurechtgelegt und zogen dieses konsequent über 90 Minuten durch. Und wo heutzutage über 4-2-2, 4-3-3 oder 3-5-2 diskutiert wird, griffen sie in Affinghausen und Sudwalde auf ein 9-1-1 zurück. Kohröde rührte Beton italienischer Güteklasse an - Catenaccio ala AS. "Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft absolut zufrieden", fand der Hachetaler Übungsleiter dann auch. "Wir haben das diszipliniert zu Ende gespielt und prima verschoben. Klar hatte Sulingen die eine oder andere Torchance, aber das ist bei deren Offensive ja normal." Dennoch dauerte es bis zur 84. Minute, ehe der A-Jugendliche Houssein Ibrahim die Mauer der Gäste durchbrach und zum 1:0 traf. Danach bewies der FC allerdings, dass er mitnichten nur verteidigen kann. Ein Ruck ging durch die Truppe, eine Aufbäumen gegen die Niederlage. Ankit Kukreja und Benjamin Finke vergaben die beiden Ausgleichs-Chancen in der Schlussphase. Unglücklich. Aber doch glücklich, denn dank des Sudweyher 4:2 gegen den TSV Weyhe-Lahausen reichte es auch so zum angestrebten Klassenerhalt. "Das war ein kollektives Durchatmen", berichtete Kim Kohröde. Die Feier, die verschoben die Hachetaler allerdings. Auf nächste Woche: Da steht das letzte Heimspiel gegen den TV Neuenkirchen an. Völlig frei von jedem Druck. FC AS Hachetal: Fehner - Kellermann, Butt, Knake, Rosenthal (86. Behrens), Grimberg, Hennecke, Logemann (83. Finke), Roughley, Kukreja.
Last changed: 18.05.2009 at 08:24:39 zurückKommentareKommentar hinzufügen |
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