Quelle Weser Kurier:
Der allerdings war hart erarbeitet, wenn auch "im Endeffekt verdient", wie Scharf fand. Bis zur Pause hielt Keeper Sascha Buddenbaum die Neubruchhauser im Spiel, rettete mehrfach gegen durchgebrochene Lahauser. Nur durch einen Elfmeter war "Hexer" Buddenbaum zu bezwingen: Damit glich Timo Sürstedt (29.) die frühe Führung der Heimelf durch Dennis Lange (7.) aus. Verdientermaßen. Nach dem Wechsel allerdings rissen die Neubruchhauser die Aktionen mit Macht an sich. Der Laufaufwand wurde deutlich erhöht, der kämpferische EInsatz stimmte jetzt. Julian Gießel (70.) und erneut Lange mit einem weiteren Kopfballtor machten den Endstand perfekt. Der hätte höher ausfallen können, aber Lange, der zurzeit einen echten Lauf hat, verschoss noch einen Strafstoß (50.). Scharf war zufrieden: "Wir haben einfach mehr investiert, sind mehr Risiko gegangen und letztlich dafür belohnt worden." TSV Neubruchhausen: Buddenbaum - Aselmann, Meyer, Hattesohl, Barth (46. Oliver Klußmann), Nolte, Arne Klußmann (20. Julio Martin), Hakkel, Gießel (89. Timo Timme), Lange, Nico Timme. TSV Weyhe-Lahausen: Seegers - Sieling, Gehling, Wetjen, Ruhe, Klatte, Sürstedt, Rahier, Rösner, Wittrock, Karaca.
Nun wollen wir dem SV Heiligenfelde an dieser Stelle nicht unterstellen, dass innerhalb der Truppe kein Teamgeist herrscht. Nur: Wenn man ein Mittelfeld auf den Platz bringt, dass mit Frank Weseloh und André Kucharski zwei ehemalige Bezirksliga-Kicker aufbietet, dazu mit Eric Stöver einen prima Strippenzieher und vorne einen brandgefährlichen Michael Götzinger, dann muss die Frage erlaubt sein: Wieso waren Sie in der ersten Halbzeit so harmlos, meine Herren? Gut, auch die Schwarmer brannten beileibe kein Offensivfeuerwerk ab. Eigentlich ist für die erste Hälfte dieser Partie sowieso jede Textzeile verschwendet. Aber die Rumpftruppe des TSV stand kompakt, gab alles und - Basis des letztlich verdienten Erfolges - steigerte sich nach dem Seitenwechsel erheblich. Erstaunlich dabei: Erst mit dem mächtigen Wind im Gesicht begannen die Gäste Fußball zu spielen. Jetzt wurde auf ebenso kurzem wie geradem Weg der gegnerische Kasten angepeilt, Julian Albrecht und Joachim Macho gewannen mit langen Läufen aus der eigenen Hälfte heraus Platz. Den Rest besorgte Hendrik Meyer. Der Schwarmer Stürmer traf in der 61. Minute per Kopf und in der 89. Minute mit dem Fuß. Zwischenzeitlich hatte André Kucharski ausgeglichen (73.). Der Schwarmer Sieg, er hatte allerdings noch zwei Väter. Denn nach dem 1:2, extrem kurz vor Schluss, machten die Heiligenfelder noch einmal richtig Dampf. Den Schuss von René Rohlfs kratzte Christopher Metzner von der Linie, Frank Weselohs Geschoss wurde Beute des TSV-Keepers Timo Bösche, und Nils Honscha köpfte nach einer Ecke über das Schwarmer Gehäuse. Plötzlich ging es, plötzlich entstand aus Wut und aus Wucht Spielkultur. Nur: Leider zu spät. Und da bleibt dann die Frage offen: Warum bloß, warum
Die Vilser hatten dabei ein leichtes spielerisches Übergewicht, während sich ihre Gäste auf Konter verlegten. Aber was für welche. Schon nach 120 Sekunden klingelte es im Brokser Netz: Hamzy Ibrahim verwandelte einen diskussionswürdigen Handelfmeter sicher. Es dauerte bis zur 42. Minute, ehe sich die optische Überlegenheit der Gastgeber bemerkbar machte. Heinrich Büntemeyer versenkte eine schon abgewehrte Ecke per "Gewaltstrahl" im Dreiangel. Anfang der zweiten Halbzeit drehte der TuS auf, wurde dabei von einer gewissen Vilser Schläfrigkeit unterstützt. Erneut Ibrahim (62.) und Stefan Rosenthal (70.) sorgten für eine vermeintliche Vorentscheidung. Aber: Der SVBV schlug zurück, freundlich unterstützt vom Ex-Brokser Malte Wulferding. Die erste Einladung, ein Handspiel Wulferdings im eigenen Strafraum, schlug Björn Wellmer aus (80.). Dann brachte Büntemeyer die Heimelf auf Tuchfühlung (83.) heran, ehe erneut Wulferding auf den Plan trat. Aber sein Foul an Büntemeyer in letzter Minute empfand Referee Andreas Henze nicht als elfmeterreif. SV Bruchhausen-Vilsen: Stelter - Mewes, Lampa, Vogel, Witte (65. Hansack), Wellmer, Schlechter, Röper (65. Dahnke), Alpert, Büntemeyer, Michou.
Und das ohne seinen etatmäßigen Trainer Michael Schütte, der sich noch im Norwegen-Urlaub befindet. Zu allem Überfluss war auch noch Co-Trainer Stephan Borchers beruflich verhindert, so dass Teamobmann Ralf Siemers die Verantwortung übernehmen musste. Der machte seine Sache sehr gut und erwies sich prompt als Erfolgstrainer. "Ich bin stolz auf die Mannschaft. Die hat heute den nötigen Willen an den Tag gelegt. Dabei ist jeder für jeden gelaufen", beschrieb Siemers die tolle Moral der Gastgeber, die recht früh mit dem Siegtor belohnt wurden. Wieder einmal war es Julian Fuhrmann, der am zweiten Pfosten goldrichtig stand und einen Flankenball von Uli Funke einnickte (15.). "Das war jetzt bereits sein fünftes Tor im vierten Spiel für uns", zeigte sich Siemers von der Erfolgsquote des Marhorster Neuzugangs recht angetan. Einige bange Minuten musste der SCT jedoch überstehen, ehe der Sieg unter Dach und Fach war. So vergab Cord-Hinrich Jahn den möglichen Ausgleich (55.). Auch Frank Nordmann konnte den guten Twistringer Keeper Markus Norrenbrock nicht bezwingen (68.). SC Twistringen II: Norrenbrock - Neelsen, Huntemann (46. Blömer), Röseler, Krowiorsch, Warnke, Deepe, Glatzel (70. Schröder), Fuhrmann, Martirosov (60. Schmahl), Funke.
Der Grund: Seine Schützlinge gingen mit ihren Einschussgelegenheiten - sagen wir es freundlich - großzügig um. Stephen Bohl, Nico Riekers, Felix Cohrs - sie alle ließen Möglichkeit um Möglichkeit liegen. Anschauungsunterricht bekamen sie von einem alten Hasen im Sulinger Dress, von Thorsten Kautz. Er besorgte in Minute sechs die erste Sulinger Führung und per Elfmeter auch die zweite (50.). Immerhin: Es war mit Stephen Bohl ein Stürmer, der den Ausgleich zum 1:1 machte (42.). Doch danach schlugen die Sudweyher aus ihrer spielerischen Überlegenheit einfach nicht genug Kapital. Chance um Chance spielte sich der TuS hinaus. Sven Müllers "Wembley-Tor" wurde zudem nicht gegeben. So wurde es ein Wettlauf mit der Zeit, bis Eike Dziuba mit energischem Einsatz in der Nachspielzeit noch einen Punkt rettete. Maltzahn war dennoch maßlos enttäuscht: "Wir haben zwei Zähler liegen gelassen, nicht einen gewonnen." TuS Sudweyhe: Meyer - Janssen, Dziuba, Kastens - Stünkel, Weger, Speer, Erlebach (62. Pachali), Müller - Bohl (46. Cohrs), Riekers.
Die Gäste aus Affinghausen und Sudwalde legten einen Komplett-Blackout auf den Rasen, machten so ziemlich alles falsch, was man bei dieser wunderschönen Sportart falsch machen kann. Besonders nett für die Mörsener: Der FC spielte bis zum bitteren Ende munter nach vorne. Das wunderte sogar SVMS-Coach Andreas Schultalbers: "Irgendwann versucht man doch den Schaden zu begrenzen." Gestört hat es Schultalbers indes nicht. Serdar Uludasdemir (7., 44., 78., 85.), Kim- Leong Chung (26., 32., 51.) Michael Becker (16., 79.) sowie André Sommerfeld (38.) und Tobias Erhardt (70.) machten das Dutzend fast voll. "Wir waren absolut heiß auf ein Erfolgserlebnis", freute sich Schultalbers über den Torreigen, über den Hans Kramme auch einen Tag nach dem Abpfiff noch nicht hinweggekommen war. SV Mörsen-Scharrendorf: Bartels - Becker, Beuke, Bollhorst (46. Drunagel), Chung (55. Chung), Sander, A. Sommerfeld, B. Sommerfeld (64. Erhardt), M. Sommerfeld, Uludasdemir, Wolter. FC AS Hachetal: Fehner - Jäschke, Knake, Butt, Endrikat, Poda, Eickhoff (75. Henneke), Behrens, Barmbold, Kafemann, Logemann.
Last changed: 07.09.2008 at 23:00:00 zurückKommentareKommentar hinzufügen |

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