Quelle Weser Kurier:
Ein leichtes Plus an Spielanteilen sahen sowohl Meyer als auch sein Kollege Jörg Amrhein bei den Lahausern. Doch in der Bewertung der Chancen gingen die Meinungen auseinander: "Wir waren drückend überlegen und haben vor der Pause ganz dicke Dinger vergeben", beklagte Amrhein. Lüder Meyer hatte dagegen "fünf tausendprozentige Möglichkeiten" bei seinem Team gesehen. Wie auch immer: Weyhes Zweitherrenkeeper Jörg Behrens, der für den urlaubenden Michael Seegers und den verletzten Tobias Wetjen zwischen den Pfosten stand, wehrte gegen Hendrik Meyer, Fabian Wolters und Helge Puvogel glänzend ab. Amrhein lobte die beiden schnellen Stürmer der Schwarmer und meinte damit Puvogel und Hendrik Meyer, die bei Mario Paix und Frank Sieling gut aufgehoben waren. Zweimal allerdings waren die zu schnell, gab "Amme" zu. Denn Meyer traf zunächst nach Fehler von Keeper Behrens (10.) und dann nach einem Konter (40.) zum 0:2 . Der kurz zuvor eingewechselte Kai Ruhe sorgte für den Anschlusstreffer (42.). Doch die Schwarmer konnte ihre Taktik von gezielten Kontern aus einer grundsätzlich sichereren Defensive weiterhin bestens einsetzen. "Wir mussten es so versuchen, anders hatte es in den letzten Wochen auch nicht geklappt", so Lüder Meyer. Einig waren sich beide Trainer über die Spielqualität, denn die Zuschauer sahen einen flotten Kick zweier Teams, die mittelfristig das Mittelfeld anpeilen. TSV Weyhe-Lahausen: Behrens - Gehling, Sieling, Paix, Hossein (40. Ruhe), Sürstedt (46. El Cheab), Mömkes, Rahier, Wittrock, Böttcher (S. Wetjen), Rösner. TSV Schwarme: T. Bösche - Trautmann (65. B. Bösche), Albrecht, Özel, T. Meyer, Ehlert, Bauer, Metzner (46. Pilz), Wolter, Puvogel, H. Meyer.
Ohne ihren im Urlaub weilenden Coach Willi Feldhaus und ohne einige wichtige Akteure im Gepäck waren die Vilser zur Revanche angereist. "Da war natürlich noch etwas gut zu machen. Daher freuen wir uns über diesen Erfolg umso mehr", sagte Vilsens Keeper Lars Bobrink unmittelbar nach Spielschluss. Sein überragender Teamkollege Heinrich Büntemeyer sah ebenfalls einen verdienten Sieg seiner Elf. "Wir haben schon eine gute Truppe zusammen. Wenn wie heute mal zwei, drei wichtige Akteure fehlen, springen eben die anderen in die Bresche", freute sich der Vilser Spielgestalter, der seine Farben frühzeitig auf die Erfolgsspur führte. Zwölf Minuten waren gerade einmal gespielt, als Sudweyhes Torhüter Mirko Meyer Matthias Hansack im Strafraum umstieß. Büntemeyer ließ sich die Chance nicht entgehen und brachte den Elfmeter sicher im gegnerischen Gehäuse unter. Auf der gegenüberliegenden Seite konnte sich Schlussmann Bobrink auszeichnen, als er sich dem heranstürmenden Stephen Bohl entgegenwarf (20.). Die größte Möglichkeit zum Ausgleich vergaben die Sudweyher jedoch kurze Zeit nach dem Seitenwechsel. Stephen Bohl wurde im Strafraum von Matthias Hansack umgerissen und der Unparteiische Sören Hosang entschied auf Strafstoß. Sven Müller konnte die große Chance vom Punkt jedoch nicht nutzen und setzte den Schuss links neben das Tor (54.). Mit der Sudweyher Herrlichkeit war nach diesem Fehlschuss fortan Schluss, was die Gäste wenig später zur endgültigen Entscheidung nutzten. Heinrich Büntemeyer bestach zunächst mit einer perfekten Ballannahme und brachte die Kugel dann mit einem trockenen Schuss im Tor unter (69.). Eine starke Aktion Büntemeyers, der in dieser Partie die entscheidenden Akzente setzte. Das sah auch Sudweyhes Coach Jürgen Maltzahn so, der ansonsten von einem enttäuschenden Niveau sprach. "Wir können das besser", fügte TuS-Abwehrspieler Arne Janssen hinzu.
Die überragende Figur dieser Begegnung war zweifelsohne der Neubruchhauser Stürmer Dennis Lange, der die gegnerische Abwehr mit drei Torerfolgen schier zur Verzweiflung brachte. "Seine Vorstellung war einfach überragend", fand Neubruchhausen Coach Andreas Scharf die richtigen Worte für die Lange-Gala. Beim ersten Treffer betätigte sich Lange noch als Vorbereiter. Seine Flanke drückte Christian Nolte per Kopfball ins Netz (44.). Fünf Minuten nach Wiederanpfiff traf der ehemalige Neuenkirchener dann selbst ins Schwarze. Entgegen jeglicher Fußballweisheit trat der zuvor gefoulte Lange selbst zum Strafstoß an und verwandelte diesen sicher (50.). Zehn Minuten dauerte es dann, ehe der Vollblutstürmer erneut einnetz. Diesmal per Kopfball nach einem Eckball von Nolte. Lediglich der Hachetaler Angreifer Svend Kafemann unterbrach kurz die Lange-Festspiele. Übrigens: Auch er wurde vom Neubruchhauser Christian Aselmann selbst gefoult und verwandelte den fälligen Elfmeter zum Anschlusstreffer (75.). Dann war wieder der Mann des Tages an der Reihe, der seine Vorstellung mit dem dritten Torerfolg krönte. Aus fünf Metern drückte er das Leder dabei über die Linie (83.). Zwischendurch sah der Hachetaler Sebastian Eickhoff noch den gelb-roten Karton (70.). "Meiner jungen Elf fehlte einfach in den entscheidenden Momenten die Robustheit. Wir scheiterten jeweils einmal an Pfosten und Latte. Daher finde ich, dass der Gästesieg etwas zu hoch ausfiel", kommentierte FCH-Coach Hans Kramme das Geschehen. FC AS Hachetal: Fehner - Butt, Endrikat (81. Jäschke), Knake, Poda, Eickhoff, Roughley (13. Strahmann), Behrens, Kafemann, Barmbold, Logemann (74. Henneke). TSV Neubruchhausen: Buddenbaum - Aselmann, Meyer, Hattesohl, Barth, Nolte (80. T. Timme), Hakkel (20. O. Klußmann), A. Klußmann, Giessel (40. Martin), Lange, N. Timme.
"Dieser Gegner war in der momentanen Situation einfach eine Nummer zu groß für uns", erkannte SCT-Teamobmann Ralf Siemers die deutliche Überlegenheit des Gegners neidlos an. Nur in der Anfangsphase konnten die Gäste einigermaßen mithalten. Nach dem Sulinger Führungstreffer von Thorolf Meyer war es jedoch um sie geschehen (20.). Hamzi Ibrahim und Carsten Sudmann (35./40.) brachten den Spitzenreiter noch weiter in Front. Ibrahim war es auch, der kurz nach Wiederanpfiff gleich das 4:0 folgen ließ (48.). Wenigstens gelang den Twistringern durch Julian Fuhrmann noch der Anschlusstreffer (65.). Eine schöne Linksflanke von Uli Funke köpfte der ehemalige Marhorster ein. Dann war wieder Sudmann an der Reihe, der fünf Minuten vor dem Abpfiff seinen zweiten Treffer erzielte (85.). Meyer traf ebenfalls noch zum zweiten Mal und machte damit das halbe Dutzend quasi mit dem Abpfiff voll. "Wenn man gegen eine solche Spitzenmannschaft punkten will, muss einfach alles passen. Das war am heutigen Tag ganz und gar nicht der Fall. Wir haben den Sulingern viel zu viele Räume gelassen", schilderte Siemers die Pleite. SC Twistringen II: Roess - Neelsen, Jensen (75. Blömer), Krowiorsch, Warnke, Röseler, Deepe, Fadi Mustafa (65. Schröder), Schmahl (55. Glatzel), Funke, Fuhrmann.
"Letzte Woche haben wir gut gespielt und knapp verloren. Diesmal war das von uns aber gar nichts. Die Niederlage war verdient, wir standen komplett neben uns." Denn die Mörsener spielten 90 Minuten desolat und praktisch ohne Offensive. Neuenkirchen überragte zwar auch nicht, hatte aber ein paar Chancen. Das 1:0 erzielte Martin Jahns aber erst nach 55 Minuten. Nach 70 Minuten fühlte sich Mörsen etwas benachteiligt: Jacek Oszczapinski, der in Hälfte eins schon eine umstrittene gelbe Karte gesehen hatte, kam im Strafraum zu Fall. Elfmeter, dachte sich nicht nur der Mörsener Teil unter den Zuschauern. Doch Schiedsrichter Gunnar Falldorf (Staffhorst), der übrigens vor einigen Wochen bei einem Einsatz im Kreis Nienburg von einem Spieler tätlich angegriffen worden war, zeigte dem Mörsener die Ampelkarte wegen Schwalbe. Frank Nordmann machte schließlich noch das 2:0 (77.) für den TVN. SV Mörsen: Bartels - Drunagel, Sander, Wolter, Becker (65. B. Sommerfeld), Bollhorst (46. Erhardt), M. Sommerfeld, Uludasdemir, Ebenthal, Chung, Oszczapinski.
"Meine Jungs waren nach dem überraschenden Sieg der Dickeler in Wagenfeld dementsprechend gewarnt. Zudem wurmten sie die beiden Pleiten aus der jüngsten Vergangenheit. Der Stachel saß natürlich noch richtig tief", verriet SVH-Coach Frank Drechsler, der seine Mannschaft von Beginn an drückend überlegen sah. "Allein in der ersten Halbzeit vergaben wir zehn Hochkaräter. Das Tor schien wie vernagelt", beschrieb Drechsler die erfolglosen Angriffsbemühungen. Das sollte sich unmittelbar nach dem Seitenwechsel ändern. Arne Lindhorst passte in die Gasse und Michael Götzinger ließ sich die Chance nicht nehmen (46.). Zwar kamen die Gastgeber nur drei Minuten später durch einen Foulelfmeter von Michael Kriete zum Ausgleich, doch die SVH-Akteure drückten weiter mächtig auf die Tube. Mit Erfolg. Einen Freistoß aus halbrechter Position versenkte Andre Kucharski zum Siegtor im Dickeler Gehäuse (63.). Auf Seiten der Platzherren sah Stefan Winkelmann noch die gelb-rote Karte (90.). SV Heiligenfelde: Gerlach - Honscha, Diers, Janshen, Lindhorst (60. Obst), Fleitling, Weseloh, Volkmann, Kucharski, Stöver, Götzinger (78. Bolte).
Last changed: 31.08.2008 at 23:00:00 zurückKommentareKommentar hinzufügen |

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