Quelle Weser Kurier:
Auffälligste Akteure waren trotz der wenigen Strafraumszenen die beiden Schlussmänner. Beim TSV Weyhe-Lahausen stand mit Kai Ruhe ein etatmäßiger Feldspieler zwischen den Pfosten, der seine Sache trotz einiger unkonventioneller Aktionen gut meisterte. Ruhe war der erste "Ungelernte", aber bereits der vierte Keeper in dieser Saison, den Trainer Jörg Amrhein mit der Aufgabe betrauten musste. Ruhes Kollege auf der anderen Seite, Lars Bobrink, konnte sich einmal auszeichnen, und zwar in einer entscheidenden Szene. Nach dem 1:0 bekam Vilsen zwar schnell wieder den Ball, verlor ihn aber ebenso schleunig wieder und plötzlich stand Bastian Böttjer allein vor Bobrink, der reaktionsschnell seine Hand an den Ball bekam (24.). Ansonsten standen die Lahauser aber nur in der Abwehr und suchten ihr Heil vergebens in Gegenstößen. Vilsen seinerseits fiel nicht viel ein. "Wir schießen einfach nicht genügend Tore", erklärte Schmusch, dem im Vorfeld einige Aussagen von Stammbesuchern über einen Kantersieg gar nicht geschmeckt hatten. Denn so groß wie zwischen Liechtenstein und Deutschland war der Unterschied gestern keineswegs. Trotzdem lehnten sich die Gastgeber etwas zurück, ihnen reichten schließlich gefährliche Standardsituationen zum dreifachen Punktgewinn. "Da waren wir gut und aufmerksam", so Schmusch. Die beiden Tore ähnelten sich in ihrer Entstehung sehr: Beide Male hatte Heinrich Büntemeyer einen Freistoß hoch und gezielt getreten. Zunächst köpfe Björn Wellmer ein (23.), dann war Suleiman Michou mit dem Haupt zur Stelle (34.). Nach einem weiteren Versuch nach diesem Strickmuster zielte Wellmer knapp daneben (65.). Viel mehr passierte in der zweiten Hälfte nicht, Vilsen wollte nicht und Weyhe-Lahausen konnte nicht. Für Jörg Amrhein und seine Mannen wird die Lage langsam ernst. Zwar betonte der auch gestern wieder spielende Trainer, dass die Zähler nicht gegen solche Mannschaften eingefahren werden müssen. Doch Punkte müssen her, denn sonst spielen zukünftig beide Kontrahenten nicht mehr in der Kreisliga. Der SV Bruchhausen-Vilsen will die Liga nach oben verlassen und hat einen Arbeitssieg gelandet - mehr ist auch nicht notwendig, siehe Jogi Löw & Co.
Nach zuletzt drei Siegen in Folge trat der TuS die Reise nach Lessen mit breiter Brust an - und fuhr mit einer ordentlichen Abreibung wieder nach Hause. Mitte der ersten Halbzeit nahm das Unheil seinen Lauf. In der 24. Minute brachte Dennis Griffel die Gastgeber in Führung. Nur sechs Minuten später sorgte Christian Sandmann für den zweiten Treffer des Tages. Noch vor der Pause kam es gar zum 0:3 aus Sudweyher Sicht durch Sascha Jäger. So ging es für den Gast mit einem kaum aufzuholenden Rückstand in die Kabine. In Hälfte zwei kam zunächst etwas Hoffnung auf. In der 49. Minute setzte Thorsten Weger Nico Riekers gekonnt in Szene, der tankte sich auf rechts durch und spielte den Ball in den Strafraum. Dort stand Stephen Bohl goldrichtig und verkürzte auf 1:3. Doch der Sudweyher Hoffnungsschimmer wurde im Keim erstickt. In der 52. und 70. Minute erhöhte Lessen durch Jäger und Mark Teichert auf 5:1. Das war der K.o. für die Sudweyher, die aber durch Julian Stünkel immerhin noch etwas Ergebniskosmetik zustande brachten (80.). Den Schlusspunkt setzte Dominik Söcher mit dem 6:2. "Meine Spieler dachten wohl, dass diese Partie zum Selbstläufer wird. So kamen wir gegen einen top motivierten und kämpferisch starken Gegner nie zu unserem Spiel", meinte TuS-Trainer Jürgen Maltzahn. Außerdem machte der Coach "fehlende Kampfbereitschaft" aus: "Wir haben uns unserem Schicksal ergeben und so den Gegner stark gemacht". Diese Einstellung hat nun zur Folge, dass die Sudweyher ihre Bezirksligaambitionen ad acta legen können. TuS Sudweyhe: Meyer - von Weyhe, Pachali, Wittrock, Kastens, Krüger, Dziuba, Weger, Riekers, Speer, Bohl.
Kim-Leong-Chung, Spielmacher der Gastgeber, setzte das erste Ausrufezeichen in einer kurzweiligen Begegnung. Sein Freistoß aus 28 Metern schlug ins linke untere Ecke ein (8.). Die Neubruchhauser zeigten sich aber keineswegs beeindruckt vom frühen Rückstand, sie hielten dagegen und hatten nach 20 Minuten die große Gelegenheit zum Ausgleich. Doch Cetin Kaya verlor das Eins-gegen-eins-Duell gegen Keeper Thomas Henkel. "Wenn wir in dieser Situation das 1:1 machen, läuft es vielleicht anders. Im Moment haben wir einfach etwas Pech", stellte TSV-Trainer Andreas Scharf fest. Beide Mannschaften hatten noch vor der Pause gute Einschussmöglichkeiten, doch es blieb zunächst beim 1:0. Auch im zweiten Durchgang war es Chung, der den ersten Akzent setzte. Nach einem Foul an Andre Sommerfeld verwandelte er den fälligen Elfmeter zum 2:0 (49.). Mit diesem Vorsprung im Rücken agierten die Gastgeber zunehmend dominanter und erspielten sich einige gute Chancen - zunächst jedoch ohne zählbaren Erfolg. Erst wurde ein Treffer von Simon Ebenthal aberkannt, da er im Abseits stand (56.), 20 Minuten später schob Andre Sommerfeld den Ball am leeren Kasten vorbei. Wie man es besser macht, demonstrierte dann erneut Chung mit seinem dritten Streich. Mit einem herrlichen Lupfer aus 18 Metern überwand er den Gäste-Keeper (78.). "Allein dieser Treffer war das Eintrittsgeld wert", schwärmte Andre Sander, Betreuer des SV Mörsen. Frank Sommerfeld und Benjamin Sommerfeld hätten das Ergebnis in der Schlussphase noch in die Höhe schrauben können, doch der Pfosten stand jeweils im Weg (80./86.). "Der Sieg war verdient, aber der TSV hat gut geackert", resümierte Sander. SV Mörsen-Scharrendorf: Henkel - Sander, Meyer, Becker - Wolter, F. Sommerfeld, M. Sommerfeld, Oszczapinski (70. Drunagel), Chung (81. B. Sommerfeld) - A. Sommerfeld, Ebenthal. TSV Neubruchhausen: J. Lange - Hattesohl, N. Timme, Nolte (50. Tuncel) - T. Timme, O. Klußmann, A. Klußmann, Kaya, D. Lange - Barth (75. Tebelmann), Gießel.
Etwas Hoffnung hatten sich die Heiligenfelder angesichts eines mäßigen Auftritts der Wetscher vor Wochenfrist durchaus gemacht. Frank Drechsler stellte sein Team dementprechend ein, machte das Mittelfeld mit sechs Akteuren eng und stellte Michael Götzinger als einzige Spitze auf. Tatsächlich ließ der SVH nicht viel zu, erstickte die Spielfreude der Gäste meistens schon im Keim. Heiligenfeldes A-Jugend-Keeper Andreas Raber, der den erkrankten Christian Gerlach vertrat, wurde kaum geprüft. Insgesamt passte sich der Youngster der guten Leistung der Kollegen an. Machtlos war er aber bei den Freistößen, die Taskin Türker (24.) und Oliver Marcordes (41.) verwandelten. Nach Giovanni Espositos 3:0 (83.) verkürzte der eingewechselte Timo Spannhake (87.). Zu spät. "Wir wollen aber nicht anfangen zu spinnen. Wetschen ist schon bärenstark und hat souverän gewonnen. Aber wir brauchten uns heute nicht zu verstecken", lautete Drechslers Fazit. Der Coach erwartet übrigens in nächster Zeit noch ein Gespräch mit dem Vorstand über sein Engagement in der kommenden Saison. Grundsätzlich sei alles klar gewesen, doch nun gäbe es wegen des Konzeptes noch einiges zu besprechen, wobei es sich ausdrücklich nicht um finanzielle Dinge handele, betonte Drechsler. SV Heiligenfelde: Raber - Jamer - Janshen, Fleitling, Hagemann (75. Diers) - Rohlfs, Weseloh, Volkmann (61. Spannhake), Stöver, Obst - Götzinger .
Dabei erwischte die Gäste-Elf von Coach Lüder Meyer einen guten Start. Fabian Wolters (2.) und Brinkmann (6.) standen jeweils allein vorm gegnerischen Keeper, brachten den Ball jedoch nicht im Gehäuse unter. "Am Anfang haben wir Glück gehabt, dass wir nicht in Rückstand geraten sind", gab Stephan Borchers, Co-Trainer des SCT zu. "Die erste Halbzeit ging an uns", bestätigte Lüder Meyer. Doch nach der Pause übernahmen die Gastgeber mehr und mehr die Initiative. Der Lohn ließ nicht lange auf sich warten: Thomas Schmahl war in der 50. Minute nach einer Flanke von Fuad Mostafa am zweiten Pfosten per Kopf zur Stelle. Die Schwarmer kamen im zweiten Durchgang hingegen überhaupt nicht in Tritt und verloren die entscheidenden Zweikämpfe - ihnen fiel nicht mehr viel ein. Das nutzten die Hausherren, um einen weiteren Treffer zur Entscheidung nachzulegen. Julian Fuhrmann wurde von Chris Mohrmann, der zur Grundlinie durchkam, regelrecht angeschossen (65.). "Er konnte nicht mehr ausweichen", scherzte Borchers. "Im Endeffekt war unser Sieg verdient, besonders im zweiten Durchgang waren wir besser", so Borchers weiter. Dem konnte und wollte Lüder Meyer nicht widersprechen: "Twistringen war nach dem Wechsel einfach griffiger in den Zweikämpfen." SC Twistringen II: Sander - S. Müller, Deepe, Warnke - Plautz (85. Blömer), Jürgens (78. Röseler), Mohrmann (75. Schröder), Neelsen, Fuhrmann - Mostafa, Schmahl. TSV Schwarme: Ehlert - Albrecht, Metzner (70. Krey), Köster - Brinkmann, Macho, T. Meyer, Pohle (60. Harmsen), H. Meyer - Wolters, Puvogel.
Doch sein Team habe zunächst nur "Larifari" geboten. Kenneth Wohlan brachte die Sulinger in Führung (11.), Lars Mesloh erhöhte (51.), ehe Svend Kafemann Hachetal noch etwas Hoffnung schöpfen ließ (58.). Ärgerlich für Hachetal, aber nicht der einzige Grund für die Niederlage, waren zwei Szenen in Hälfte eins, in denen Schiedsrichter Wilfried Döpke (Dreye) Elfmeter für den Gast hätte pfeifen können. Den Strafstoß bekam dann der FC Sulingen (62.), doch der landete ebenso wenig im Tor wie ein Lattenkracher von Hachetals Jendrik Behrens. FC AS Hachetal: Fehner - Kukreja ((46. Strahmann), Poda, Butt, Hennecke, Eickhof, Roughley, J-D. Kafemann (46. Grimberg), S. Kafemann, Behrens, Barmbold
Last changed: 30.03.2009 at 08:13:09 zurückKommentareKommentar hinzufügen |
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