Quelle Weser-Kurier:
Traumhaft starteten die bislang so erfolgreichen Gastgeber auch in die zweite Heimpartie, denn bereits nach drei Minuten klingelte es im Kasten der Lahauser Gäste. Einen strammen Schuss des SVH-Mittelfeldakteurs Frank Weseloh konnte Torhüter Michael Seegers noch abwehren. Allerdings stand der ehemalige Barrier Michael Götzinger goldrichtig und konnte zur Führung einnetzen. Auch der nächste Hochkaräter ging auf das Konto der Gastgeber. Nach einem langen Ball aus dem Mittelfeld ging Angreifer Gerrit Bolte auf und davon, jagte die Kugel jedoch völlig freistehend über den Querbalken (10.). Was Lahausens Trainer Jörg Amrhein, der hier eine klare Abseitsposition ausgemacht hatte, an der Seitenlinie mächtig auf die Palme brachte. Dann zeigte Heiligenfeldes Keeper Christian Gerlach seine ganze Klasse. Einen Schuss von Mario Rösner lenkte er reaktionsschnell zur Ecke (15.). Zwei Minuten später verpasste Rösner ebenfalls äußerst knapp. Torschütze Götzinger verfehlte auf der Gegenseite einen flachen Flankenball von Eric Stöver nur relativ knapp (24.). Auch Andre Kucharski hatte mit einem Alleingang keinen Erfolg (44.), ebenso wie Weseloh mit einem Kopfball (45.). Weniger spektakulär verliefen die zweiten 45 Minuten. "Das war schon ein ganz schönes Gehacke", sah Weseloh ein deutlich schlechteres Niveau als noch in der ersten Spielhälfte. Hierbei avancierte Seegers zur überragenden Figur. So machte der Lahauser Schlussmann mehrere Chancen der Platzherren wett. Beispielsweise in der 53. Minute, als er einen Weseloh-Schuss klärte. Oder aber auch nach einer Stunde, als er zweimal famos gegen Kucharski klärte. Doch auch sein Gegenüber Gerlach stand dem in nichts nach. Einen Kopfball des aufgerückten Mario Paix lenkte er mit einem Blitzreflex an den Querbalken (90.). "Das Ding hätte uns fast noch das schöne Ergebnis kaputt gemacht", atmete Gerlach durch. Ganz und gar nicht begeistert von den Darbietungen beider Teams zeigte sich Lahausens Coach Amrhein: "Das war ein technisches und taktisches Niveau wie 1978."
(HEM)
"Unsere Führung zur Halbzeit war jedoch recht schmeichelhaft", verriet TuS-Coach Jürgen Maltzahn, der in den Anfangsminuten tief durchatmen musste. Da nämlich vergaben die Platzherren durch Wladislaw Martirosov eine ganz dicke Chance relativ kläglich (5.). Besser machte es auf der Gegenseite Sven Müller, der nach einem Foulspiel an Nico Riekers den fälligen Strafstoß zur Führung verwandelte (20.). Martirosov machte dann jedoch seinen Patzer wieder gut und traf - ebenfalls per Foulelfmeter - zum Ausgleich (37.); Steffen Müller war zuvor zu Fall gebracht worden. Die Twistringer Freude währte allerdings nur zwei Minuten. Nach Flanke von Stephen Bohl stand Arne Janssen goldrichtig und köpfte aus kurzer Distanz ein. Den möglichen Ausgleich vergab Kevin Krowiorsch, der das Leder aus drei Metern in die Wolken jagte (43.). "Wie schon gegen Lessen zeigten wir uns kurz nach dem Seitenwechsel erneut nicht richtig wach", monierte Twistringens Co-Trainer Stephan Borchers die Schlafmützigkeit seiner Elf, die prompt mit dem dritten Sudweyher Treffer durch Riekers bestraft wurde (47.). Mit seinem zweiten Treffer an diesem Tag war es Riekers schließlich auch, der die endgültige Entscheidung zugunsten der Gäste herbeiführte (82.). Der Twistringer Kopfballtreffer von Steffen Müller nach einem Eckball von Morten Schröder hatte lediglich noch statistischen Wert (90.). "Was soll’s. Auch wenn wir bislang auf fremden Plätzen das nötige Quäntchen Glück hatten, bin ich mit unserer Ausbeute natürlich hochzufrieden", freute sich Maltzahn. SC Twistringen II: Roess - Sven Müller, Neelsen, Deepe (55. Röseler), Krowiorsch, Schröder, Steffen Müller, Martirosov, Fuhrmann (72. Schmahl), Seebold (80. Fadi Mustafa), Funke. TuS Sudweyhe: Meyer - Janssen, Haut (46. Pachali), Stünkel, Kastens, Dziuba, Müller, Meyer (73. Erlebach), Riekers, Speer, Bohl (80. Cohrs).
"Das war glaube ich das schlechteste Spiel meiner Elf, das ich in den vergangenen Jahren verfolgt habe", ließ Meyer kein gutes Haar an seinen Mannen, die sich unterirdisch präsentierten. Ein Stellungsfehler von Julian Albrecht ermöglichte den Gästen bereits in der 33. Minute die Führung: Svend Kafemann nahm das Präsent dankend an. Beim zweiten Hachetaler Treffer schlief gleich die komplette Schwarmer Hintermannschaft. Diesmal war Hauke Logemann der Nutznießer (51.). Das war eigentlich schon die Entscheidung in einer Partie, die die Gäste eindeutig dominierten. Erst recht, als Clemens Bauer wenig später mit Gelb-Rot auch noch vom Platz gestellt wurde (55.). Mit dem zweiten Torerfolg von Logemann nahm das Schwarmer Unheil weiter seinen Lauf (85.). Dabei landete ein eigentlich bereits verlorener Ball genau wieder vor seinen Füßen. Mit einem verwandelten Foulelfmeter machte Kafemann dem Schauspiel ein Ende (88.); Tobias Ehlert hatte zuvor Dennis Barmbold gefoult. Doch mit Jens Butt musste auch ein Gästeakteur nach Erhalt der Ampelkarte noch vorzeitig zum Duschen (89.). "Diese ersten drei Punkte waren ganz wichtig für uns. Eigentlich hätten wir heute hier noch höher gewinnen müssen", freute sich Hachetals Co-Trainer Kim Kohröde. TSV Schwarme: T. Bösche - Trautmann, Albrecht (46. Pilz), Bauer, Ehlert, Köster (66. Zelle), T. Meyer, H. Meyer, Metzner (80. B. Bösche), Puvogel, Wolters. FC AS Hachetal: Fehner - Poda (71. Butt), Endrikat, Knake, Grimberg (27. Henneke), Eickhoff, Roughley (71. Jäschke), Logemann, Kafemann, Barmbold, Behrens.
Obwohl: "Ein Sieg wäre auch drin gewesen", meinte "Schulti". Die Chancen dazu waren vorhanden. Denn nachdem Andre Sommerfeld das frühe 1:0 markiert hatte (15.), bot sich Michael Becker die große Möglichkeit, die Führung auszubauen. "Den muss er machen", so "Schulti" zu der Situation von Becker, der aus drei Metern (!) den Ball nicht im gegnerischen Gehäuse unterbrachte. Doch damit nicht genug, denn nur zehn Minuten später scheiterte Sommerfeld am Innenpfosten. "Machen wir die Tore, wäre das die halbe Miete gewesen", haderte Schultalbers, der mit dem Wiederanpfiff den Ausgleich beobachten musste. Per Freistoß traf Sulingens Thorolf Meyer zum verdienten 1:1. "Sulingen hatte schon einen Elfmeter verschossen und einen Pfostentreffer", so "Schulti", der auch nach dem entscheidenden Treffer von Hamzi Ibrahim zum 1:2 voll des Lobes war. Mörsen: Bartels - Ebenthal, Meyer, Sander, Bolte, Becker, Chung, Sommerfeld, Ehrhardt (75. Drunagel), Bollhorst, Wolter.
Dabei fehlten den Gastgebern nur wenige Sekunden zum angepeilten Sieg. Denn erst in der 89. Minute fingen sie sich per Freistoß durch Giovanni Esposito den Ausgleich ein. So ungünstig wie es endete, begann es auch für die Gastgeber. Einen Abwehrfehler von Christian Mewes nutzte Taskin Türker zur frühen Gästeführung (9.). Ein Abstauber von Jonas Lampa, der nach einem Eckball von Marcel Alpert traf, verhalf den Hausherren zum Ausgleich (44.). Nach einem rüden Foul musste Vilsens Mittelfeldakteur Heinrich Büntemeyer aufgrund einer Knieverletzung vorzeitig den Platz verlassen (47.). Trotz dieses Handicaps gingen die Vilser durch Matthias Hansack in Führung (58.). "Dann folgte eine Flut gelber Karten gegen uns und zur Krönung der gelb-rote Karton für Marco Preiss in der 87. Minute", kritisierte Vilsens Betreuer Norbert Schmusch die Leistung des Unparteiischen. Was dann zwei Minuten später noch folgte, ist bekannt. SV Bruchhausen-Vilsen: Bobrink - Mewes, Lampa, Vogel, Alpert, Wellmer, Röper, Preiss, Hansack (82. Müller), Michou (90. +1 Winkler), Büntemeyer (52. Witte).
Furios starteten die Gastgeber und hätten bereits nach ein paar Sekunden in Führung liegen müssen. Doch Pascal Hakkel scheiterte letztendlich am Innenpfosten. Besser machte es Christian Aselmann, der eine Flanke von Julian Giessel nach einer Viertelstunde per Kopfball im Netz unterbrachte. Zehn Minuten später sorgte Christian Nolte für den nächsten kollektiven Neubruchhauser Freudentaumel. Hakkel führte einen Freistoß gedankenschnell aus und bediente den Torschützen mustergültig. "Die ersten 30 Minuten liefen super. Leider versäumten wir es, rechtzeitig den dritten Treffer zu erzielen", monierte Scharf. Das rächte sich kurz vor der Pause, als Sören Plümer das Anschlusstor gelang. Pech hatte Neubruchhausens Dennis Lange, der in der 70. Minute am Querbalken scheiterte. "Es war wieder sehr anstrengend. Aber wir haben in den ersten drei Spielen bewiesen, dass wir in der Klasse gut mithalten können. Denn da ging es ausschließlich gegen Granatengegner", ließ Scharf wissen. TSV Neubruchhausen: Buddenbaum - Aselmann, Meyer, Hattesohl, Barth (60. O. Klußmann/80. T. Timme), Nolte, Hakkel, A. Klußmann, Giessel (75. Bekefeld), Lange, N. Timme.
Last changed: 24.08.2008 at 23:00:00 zurückKommentareKommentar hinzufügen |

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