Quelle Weser Kurier:
Nun gehört der auf Rang vier stehende TuS Wagenfeld zwar nicht zu den Topfavoriten, aber immerhin doch zu den Schwergewichten der Kreisliga. Doch der TSV Weyhe-Lahausen hatte praktisch keine Chance, nachdem Christopher Lampe mit einem Schuss in den Winkel für den frühen Schock beim Gastgeber gesorgt hatte (3.). "Die machen aus fünf Schüssen drei Tore", lautete Amrheins Pausenbilanz. Kai Vügtefeen erhöhte für die Wagenfelder im Alleingang auf 3:0 (32., 45.). Dabei spielten die Lahauser gar nicht mal so schlecht, doch am gegnerischen Strafraum war Schluss. Die Stürmer Mario Rösner und Bastian Böttjer hingen komplett in der Luft und taten zu wenig. Der als Spielgestalter vorgesehene Ahmet Karaca setzte keine Impulse. Auch drei Wechsel nach der Pause brachten keine Wende ins Spiel, Lahausen war zu schwach und Wagenfeld setzte gleich das 4:0 dagegen - es war ein Eigentor per Kopf von Sebastian Gehling (54.). "Wir waren nur kurz aufgewacht", so Amrhein. Die Strafe fürs Wieder-Einschlafen folgte in der Schlussphase: Thorben Maas und Moritz Meyer schossen die Weyher ab (80., 85.). TSV Weyhe-Lahausen: Seegers - Gehling, Sieling, Ruhe, El Hossein, Klatte (46. Paix), S. Wetjen, Rahier, Karaca (46. Bock), Rösner, Böttjer (46. Wittrock).
Die Tore sparten sich die Aktiven dabei für die zweiten 45 Minuten auf. Nach einer Hereingabe von Nico Riekers drosch Malte Erlebach die Kugel aus wenigen Metern in den Heiligenfelder Kasten (47.). Viel zu passiv agierten die Gastgeber in den Minuten darauf. Die Folge: Der Ausgleich durch Roman Obst in der 50. Minute. "Durch unsere Nachlässigkeiten und viel zu passive Spielweise nach der Führung haben wir förmlich um den Ausgleich gebettelt", bemängelte Sudweyhes Trainer Jürgen Maltzahn die kurze Auszeit, die zum Gleichstand führte. Nach diesem Schock besannen sich die Platzherren wieder auf ihre Fähigkeiten und gingen durch den noch für die A-Junioren spielberechtigten Bastian Erlebach erneut in Führung (62.). Mit einem Kopfballheber vom Fünfmetereck erhöhte Riekers drei Minuten später nach Freistoß von Matthias Kastens noch weiter. Der SVH steckte allerdings nicht auf und vergab nur wenig später die große Möglichkeit zum Anschluss durch Nils Honscha. "Das Tor scheint momentan für uns wie vernagelt", trauerte Heiligenfeldes Coach Frank Drechsler den vergebenen Möglichkeiten nach. "Nach dem 1:3-Rückstand haben wir den Libero aufgelöst und alles riskiert. Leider haben wir damit heute kein Glück gehabt", beschrieb Drechsler die Schlussphase, in der seine Elf noch zwei weitere Treffer durch den Sudweyher Angreifer Stephen Bohl kassierte (86./90. + 2.). Übrigens: Bohl wurde erst in der 73. Minute eingewechselt. "Nach der Niederlage in Wetschen haben wir uns hiermit ein wenig zurückgemeldet. Jetzt freuen wir uns auf den TuS Sulingen", blickt Maltzahn bereits voraus. TuS Sudweyhe: Meyer - Janssen, Bäker, M. Erlebach, Kastens, Dziuba, Müller, T. Weger, Riekers, Speer, B. Erlebach (73. Bohl). SV Heiligenfelde: Gerlach - Lindhorst, Janshen, E. Fleitling, Honscha (85. Meißner), Obst (81. W. Fleitling), Volkmann (75. R. Rohlfs), Kucharski, Jamer, Stöver, Götzinger.
Lüder Meyer beklagte nach 90 intensiven Minuten drei verletzte Spieler: Fabian Wolters zog sich eine Schienbeinblessur (Prellung?) zu, und Christoph Boetzel sowie Henning Trautmann wurden angeschlagen ausgewechselt. "Das macht es uns nicht leichter", klagte der Coach, der gestern dennoch zufrieden war. Dafür sorgten in erster Linie seine beiden Söhne Hendrik und Torben Meyer. Hendrik markierte das 1:0 nach einem "super Angriff" (Lüder Meyer) über Ralf Köster und Fabian Wolters (23.) sowie das 3:1 durch einen Alleingang (85.). Zwei Minuten vor der Pause schlug Torben zu, als er vom Bruder mustergültig bedient wurde. "So gehört sich das auch für ein Brüderpaar", schmunzelte der Vater und Trainer. Zur Pause sei die Führung auch verdient gewesen, erklärte Lüder Meyer und verwies auf die größeren Spielanteile. "Sulingen hatte in der ersten Hälfte keine Torchance." Das sollte sich im Anschluss ändern. Die Gäste kamen immer besser in Fahrt und zurecht zum 1:2 durch Marco Teich (76.). Schwarmes Rhythmus wurde durch die drei verletzungsbedingten Umstellungen erheblich gestört. Erst gegen Ende - und aufgeschreckt durch den Sulinger Treffer - besannen sich die Platzherren wieder auf ihre Stärken und entschieden die Partie. TSV Schwarme: Bösche - Trautmann, Albrecht, Bauer, Boetzel (63. Ehlert), Köster, Metzner, T. Meyer, Niehaus (76. Pilz), H. Meyer, Wolters (46. Bahr).
"Es war verdient, wir waren die technisch bessere Mannschaft", kommentierte Gäste-Trainer Wilfried Feldhaus. Allerdings sei auch ein bisschen Glück dabei gewesen, denn als Neubruchhausens Dennis Lange im Duell mit Christian Mewes zu Fall kam, hätte Schiedsrichter Harald Lüchow (TSV Varrel) Elfmeter pfeifen können (69.). Nach Meinung von Neubruchhausens Coach Andrea Scharf hätte es den Strafstoß sogar geben müssen. "Wir hätten das Unentschieden verdient gehabt." Ansonsten stimmte er in der Analyse mit Feldhaus überein: "Es war ein fairer Fight, wobei Vilsen technisch besser war." Als Aufsteiger stehe sein Team mit 15 Punkte gut da. Beim Gastspiel beim Aufsteiger in Neubruchhausen werden andere Teams noch ihre Probleme bekommen. "Wir wussten, dass wir geduldig sein müssen", so Feldhaus. Nach gut einer Stunde fiel das 2:1. Timo Timme, der Heinrich Büntemeyer sonst gut im Griff hatte, foulte den Vilser Spielmacher, und Büntemeyer selbst verwandelte den berechtigten Elfmeter zum 1:2 (65.). Den ersten Treffer hatte der TSV Neubruchhausen durch Arne Klußmann erzielt (10.), "zu dem Zeitpunkt auch verdient", so Scharf. Jonas Lampa, auch stark in der Defensive, glich aus (19.). Die besseren Chancen hatte später "Alt-Bruchhausen" durch Souleiman Michou und Büntemeyer (58., 64.). Doch Scharf brachte den möglichen Elfmeter ins Spiel. "Der wäre vertretbar gewesen", fand auch Feldhaus. TSV Neubruchhausen: Buddenbaum - Aselmann, Hattesohl, Meyer - Hakkel, Timo Timme (68. Oliver Klußmann), Nico Timme, Husmann (80. Tebelmann) - Barth (75. Gießel), Lange. SV Bruchhausen-Vilsen: Bobrink - Mewes, Lampa, Vogel, Röper - Witte, Wellmer, Büntemeyer, Alpert - Preiß (71. Hansack), Michou (60. Dahnke).
Nicht verwunderlich, dass auch hier die Sturmreihen eine dominierende Rolle spielten. Besser gesagt: beide Teams hatten jeweils einen Ausnahmestürmer in ihren Reihen. Auf Seiten der Gäste war das Steffen Müller, der insgesamt dreimal ins Schwarze traf und einen Treffer vorbereitete. Dreimal traf auch sein Mörsener Gegenüber Serdar Uludasdemir, der zudem noch die beiden restlichen Treffer vorbereitete. Doch der Reihe nach: Müller setzte sich nach einem Konter auf dem rechten Flügel durch und bediente Thomas Schmahl, der sich die Chance nicht entgehen ließ (9.). Ein Eigentor von Kevin Krowiorsch bedeutete den Ausgleich (17.). Uludasdemir war erfolgreich in den Strafraum eingedrungen und sorgte für die entscheidende Hereingabe. Dann war wieder Müller an der Reihe, der nach einem individuellen Fehler von Michael Becker die erneute Twistringer Führung markierte. Zwei Minuten später foulte Krowiorsch Marco Sommerfeld. Den fälligen Strafstoß knallte Marcus Bollhorst an den Querbalken. Beim Abpraller verletzte sich SCT-Akteur Matthias Aust am Kopf und musste ausgetauscht werden. Nach einer Freistoß-Hereingabe traf Uludasdemir zum Ausgleich (42.) und brachte seine Mannen in der Nachspielzeit der ersten Hälte gar noch in Front. Es ging munter weiter in diesem abwechslungsreichen Duell. Nach einigen Chancen hüben wie drüben erzielte Müller per Kopfball den Ausgleich (64.). Beim nächsten Versuch war er mit dem Fuß erfolgreich - 3:4 (75.). "Es spricht für unsere Moral, dass wir nach drei Rückständen erneut zurückgekommen sind", schilderte Mörsens Coach Andreas Schultalbers. Der durfte sich unmittelbar nach dem Rückstand über den erneuten Ausgleich von Uludasdemir freuen (76.). Der leitete schließlich auch den Siegtreffer ein, den der eingewechselte Tobias Erhardt erzielte (81.). "Das hat Nerven gekostet", stöhnte SVMS-Spartenleiter Andreas Siegmann. "Ein super Spiel. Für die Zuschauer war’s das Eintrittsgeld wert", freute sich der überragende Uludasdemir.
"Dabei hätten wir uns die Dickeler mit einem Heimsieg krallen können", bedauerte Hachetals Co-Trainer Kim Kohröde die neuerliche Niederlage. Bereits nach drei Minuten scheiterte Dennis Barmbold mit einer Großchance am Gästekeeper. Nach 21 Minuten traf FC-Torjäger Svend Kafemann lediglich den Pfosten. Zwei Minuten später machte es Kafemann nach Vorlage von Martin Roughley besser und besorgte die Führung. Matthias Kehrer gelang noch vor dem Seitenwechsel der Ausgleich (36.). Jendrik Behrens traf erneut nur das Aluminium des Gästegehäuses (55.). Eine Minute später brachte Stefan Winkelmann die Dickeler erstmals in Front. Nach Vorarbeit von Michael Knake glich Kafemann aus (58.). Per Foulelfmeter brachte er seine Farben drei Minuten später wiederum in Führung. Ein Freistoßtor von Sebastian Bertels bescherte den Südkreislern daraufhin den Ausgleich (72.). Winkelmann war schließlich der Siegtreffer vergönnt (80.). "In dieser Partie waren für uns mehr als drei Treffer drin. Für das Auslassen diverser Hochkaräter haben wir die Quittung bekommen", kritisierte Kohröde sein Team. "Chancen waren etliche da, aber was nützt es, wenn man in der Hintermannschaft wie im Kindergarten oder in der F-Jugend agiert", fügte der enttäuschte Co-Trainer hinzu. FC AS Hachetal: Fehner - Endrikat, Butt, Barmbold (65. Grimberg), Knake, Eickhoff (78. Henneke), Strahmann, J.D. Kafemann, S. Kafemann, Roughley, Behrens (76. Logemann).
Last changed: 12.10.2008 at 23:00:00 zurückKommentareKommentar hinzufügen |
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