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Presseberichte Kreisliga // 1.Herren gewinnt 5:4

Fußball
Posted by Sven R. (sven rödenbeck) on 09.03.2009
News >> Fußball

Quelle Weser Kurier:

Jörg Amrhein sprachlos, Andreas Scharf fassungslos
Fußball-Kreisliga: In einer turbulenten Schlussphase setzt sich der TSV Weyhe-Lahausen gegen den TSV Neubruchhausen durch
Von Karsten Bödeker
 

Weyhe-Lahausen. Jörg Amrhein, Trainer des Fußball-Kreisligisten TSV Weyhe-Lahausen ist nicht auf den Mund gefallen. Doch die Schlussphase des Spiels gegen den TSV Neubruchhausen verschlug selbst ihm erst mal die Sprache. Sein vom Abstieg bedrohtes Team gewann gegen den im sicheren Mittelfeld stehenden Aufsteiger TSV Neubruchhausen 5:4 (1:2).

Es war ein Spiel, das keiner der Beteiligten so schnell vergessen wird. Von den neun Toren fielen vier in den letzten sechs Minuten, daneben gab es noch zwei Platzverweise. Und Amrhein und sein Trainerkollege Andreas Scharf verfolgten die Schlussphase nicht mehr am Spielfeldrand: Schiedsrichter Olaf Beuermann (SV Marhorst) hatte beide von der Bank verwiesen. "Ich habe nichts zum Schiri gesagt, aber wir waren dem wohl etwa zu laut, da hat er uns auf den Hügel geschickt", so Amrhein.

Die Partie war ein klassisches Remis-Spiel und so schien der späte Lahauser Ausgleich durch Kai Ruhes Kopfball zum 3:3 auch nur gerecht (85.). Matthias Wagner hatte TSV Weyhe-Lahausen in Führung gebracht (15.), Julian Gießel (21.) und Dennis Lange (40., 69.) trafen für den Gast, währen Philip Rahier zwischendurch zum Lahauser 2:2 ausglich (63., Strafstoß). Doch beide Teams hatten sich offensichtlich vorgenommen, dem Saisonrückblick der Kreisliga ein denkwürdiges Kapitel hinzuzufügen. "Da bestand Herzinfarktgefahr", meinte auch Neubruchhausens Trainer Scharf.

Denn nach Foul von Tobias Wetjen verwandelte Dennis Lange einen Elfmeter zum 3:4 (87.). Neubruchhausen spielte da nach roter Karte gegen Oliver Klußmann (62.) in Unterzahl. Lahausens Aljosha Klatte folgte (90.), ehe Frank Sieling das 4:4 besorgte. "Wir haben uns dann dumm angestellt", so Scharf, der fassungslos mitansehen musste, wie Ahmet Hossein den TSV Weyhe-Lahausen zum 5:4-Sieg schoss (90.+1).

TSV Weyhe-Lahausen: Stefan Wetjen - Sieling, Bock, Hossein, Rahner Oliver Schmidt (65. Tobias Wetjen), Wagner (65. Ruhe), Böttger Klatte, Rösner.

TSV Neubruchhausen: Jens Lange (30. Bundesbau) - Hattesohl, Tunnel Timme, Nolte, Arne Klußmann, Meyer, Husmann, Oliver Klußmann, Gießel (60. Bekefeld), Dennis Lange.

Mit ruhenden Bällen überrumpelt
Fußball-Kreisliga: Der FC AS Hachetal kann von 74 Minuten Überzahl gegen Mörsen nicht profitieren
Von Karsten Bödeker
 

Sudwalde·Mörsen. Marco Sommerfeld und Serdar Uludasdemir machten den Unterschied. Die beiden Offensivkräfte sicherten dem SV Mörsen-Scharrendorf mit ihren Toren drei Punkte in der Fußball-Kreisliga beim 3:2 (1:1)-Erfolg beim Abstiegskandidaten FC AS Hachetal.

"Wir waren einfach nicht clever genug und haben zuviel mit simplen langen Bällen agiert", kommentierte Hachetals Betreuer Michael Kohröde. Er spielte darauf an, dass Mörsen ab Minute 26 mit einem Spieler weniger auskommen musste. Verteidiger Simon Beuke hatte sich unsportlich und auch wenig clever verhalten. Sekunden vorher verwarnt, zeigte er Schiedsrichter Harald Lüschow (Varrel) noch vor Ausführung des gerade gepfiffenen Freistoß den Scheibenwischer und war mit der Ampelkarte sogar noch gut bedient.

"Das Feld war für uns eigentlich bestellt", so Kohröde, denn Hachetal kam durch Svend Kafemann kurz darauf zum 1:0 (31.). Einen aus Hachetaler Sicht zweifelhafter Elfmeter (Marco Sommerfeld soll gefoult worden sein, hatte aber nach Ansicht der Gastgeber in den Boden getreten) nutzte Uludasdemir zum 1:1 (36.). "Wir hätten die Überzahl nur ausspielen müssen", so Kohröde. Doch es kam noch schlimmer: Michael Becker markierte nach einem Freistoß das 1:2 (49.). Hachetal war in den Spielen zuvor übrigens so manches Mal nach ruhenden Bällen überrumpelt worden.

Der SV Mörsen-Scharrendorf zog sich nun zurück und agierte verständlicherweise aus einer sicheren Defensive heraus. Uludasdemir machte nach Konter sogar das 1:3 (71.). Was nützte es da Hachetal, dass der Spielzug vor Kafemanns 2:3 deutlich schöner war? Dieses Tor fiel in der 83. Minute, und danach hatte der Torschütze noch eine dicke Chance (87.). Mörsen seinerseits traf nach Kontern zweimal durch den agilen Marco Sommerfeld den Pfosten.

FC AS Hachetal: Fehner - Hennecke (68. Kukreja), Grimberg, Jan-Dirk Kafemann, Rosenthal, Eickhoff (33. Strahmann), Knake (68. Logemann), Roughley, Behrens, Svend Kafemann.

SV Mörsen-Scharrendorf: Henkel - Meyer, Sander, Beuke, Becker, Oszczapinski (56. Frank Sommerfeld), Ehrhardt, Marco Sommerfeld, Wolter, Andre Sommerfeld, Uludasdemir (81. Drunagel).

 Sudweyher Sechserpack
Von Karsten Bödeker

Sudweyhe. Dem FC Sulingen II blies in doppelter Hinsicht ein starker Wind entgegen. Zunächst war da die raue Brise auf dem zugigen Sportplatz des TuS Sudweyhe. Zudem machte die Sudweyher gegen das Schlusslicht der Fußball-Kreisliga nach der Pause ernst und gewannen ebenso hoch wie hochverdient mit 6:0 (2:0).

Eigentlich leistete der Gast aus der Sulestadt nur fünf Minuten Gegenwehr. "Die hatten offensichtlich gar keine große Lust", hatte Sudweyhes Trainer Jürgen Maltzahn überrascht beobachtet. So reichte dem ehemaligen Bezirksligisten eine konzentrierte, aber letztlich durchschnittliche Leistung zum Kantersieg. Sudweyhes Torwart Mirko Meyer musste nur einmal bei einem Kopfball eingreifen.

Sulingen II wollte die Sudweyher offensichtlich einlullen "und wir haben da auch erst mitgemacht", so Maltzahn. Sein Team ging durch Eike Dziuba früh in Führung (12.). Stephen Bohl gestaltete das Ergebnis durch drei Tore zum 4:0 dann den Kräfteverhältnissen angemessen (50., 57., 80.).

Besonders das 3:0 ließ Maltzahn mit der Zunge schnalzen. Marcel Wittrock hatte Philip Krüger bedient, der passte überlegt in die Mitte und Bohl schob ein. Stefan Speer und Krüger machten den Sechserpack komplett (80., 88.). "Wir haben in der zweiten Hälfte Dampf gemacht und konzentrierter gespielt", so Maltzahn. Die Sulinger Passivität verhinderte ein wirkliches interessantes Fußballspiel auf dem Kunstrasenplatz .

TuS Sudweyhe: Meyer - von Weyhe, Haut, Bäker (65. Stünkel), Dziuba, Kastens (44. Wittrock), Krüger, Torsten Weger (57. Erlebach), Riekers, Speer, Bohl.

Büntemeyers doppelter Schmerz
Von Karsten Bödeker

Bruchhausen-Vilsen. Heinrich Büntemeyer und Thorolf Meyer spielten einige Jahre recht erfolgreich beim Fußball-Landesligisten ASC Nienburg und wechselten gemeinsam zum TuS Syke. Gestern trafen sie mit ihren aktuellen Vereinen in den für sie niedrigeren Gefilden der Fußball-Kreisliga aufeinander. Doch die alten Weggefährten gingen mit deutlich unterschiedlichem Befinden vom Feld. Thorolf Meyer hatte für den TuS Sulingen zweimal beim 6:1 (2:0) gegen den SV Bruchhausen-Vilsen getroffen.

Büntemeyer war mit "BruVi" nicht nur überhaupt nichts gelungen, sondern er hatte sich auch noch eine Platzwunde am Knie zugezogen. Noch viel mehr schmerzte die zweite Niederlage, die der SV Bruchhausen-Vilsen im zweiten Spitzenspiel hinnehmen musste. Für das Team von Trainer Wilfried Feldhaus wird es nun noch einmal spannend im Kampf um Platz zwei, der den sehnsüchtig herbeigesehnten Wiederaufstieg in die Bezirksliga sichern würde.

"Es lief gar nichts zusammen", bekannte Betreuer Norbert Schmusch nach dem verdienten Sulinger Sieg. Dass es am Ende ein Debakel wurde, war zwar eine logische Folge, wenn ein Team trotz desolater Tagesform aufmachen muss, dabei aber ohne Konzept agiert. Der TuS Sulingen konterte in der letzten Viertelstunde noch drei Tore heraus. Meyer (77.), Alexander Rukinow (84, Strafstoß) und der Ex-Vilser Malte Wulferding (90.) schossen Vilsen ab. Robert Wrzeszinski (11., 50.) und Meyer (22.) brachten Sulingen in Front, Marco Preiß verkürzte (58.).

SV Bruchhausen-Vilsen: Stelter - Brandolino, Schlechter (46. Lampa), Röper, Wellmer, Mewes, Alpert (75. Winkler), Preiß, Witte, Büntemeyer, Hansack (75. Schröder).

Lüder Meyer muss weiter bangen
Fußball-Kreisliga: Schwarme 1:2 gegen Heiligenfelde
Von Karsten Bödeker

Schwarme. Der kurz vor der Abstiegszone stehende TSV Schwarme hätte im Spiel gegen das Mittelfeldteam SV Heiligenfelde jeden Punkt gebrauchen können. Die Schwarmer verloren allerdings mit 1:2 (1:1). Doch TSV-Trainer Lüder Meyer schien sich mit der Niederlage schnell abgefunden zu haben und verabschiedete Heiligenfeldes Keeper Christian Gerlach mit den Worten: "Viel haste ja nicht zu tun gekriegt."

Meyer hatte damit den wunden Punkt seiner Mannschaft angesprochen. Denn obwohl die Schwarmer nach der Pause couragiert spielten und optisch überlegen waren, kamen sie kaum zu Torchancen. "Wir haben alles getroffen, nur das Tor nicht", so Meyer. Dabei schossen die Stürmer Helge Puvogel und Henrik Meyer oft in Richtung des Heiligenfelder Gehäuses. Heiligenfelde blieben nur noch Konter, doch der starke Andre Kucharski traf aus 30 Metern nicht (69.).

Das Spiel war in der zweiten Hälfte somit längst nicht mehr so ansehnlich wie vor der Pause. Da hätten die Heiligenfelder nämlich den Sack zumachen können, oder um es mit den Worten von Drechsler zu sagen: "Wir hätten beruhigter in die Pause gehen können." Chancen dafür waren da. Denn so wie Kucharski später einen Weckruf per Fernschuss startete, so versuchte der SVH immer wieder aus der Distanz zum Erfolg zu kommen. "Wir wussten, dass der Schwarmer Torwart lange nicht gespielt hatte", so Drechsler, der den Keeper somit häufigen Prüfungen unterziehen wollte. Tatsächlich aber machte Tobias Ehlert seine Sache gut im Kasten der Schwarmer. "Er ist ja auch gelernter Torwart", so Trainer Meyer über seine Nummer eins, die nicht nur gestern, sondern auch in den kommenden Wochen und Monaten den etatmäßigen, aber erkrankten Keeper Tim Bösche ersetzen wird.

Ehlert wehrte ordentlich die Schüsse von Michael Götzinger (5.), Michael Volkmann (15.) und Florian Jamer (41.) ab. "Die erste Hälfte ging klar an den SVH", urteilte Meyer. Doch Clemens Bauer (30.) glich Kucharskis Führung (21.) aus, bevor Florian Jamer das 1:2 markierte (51.).

Lüder Meyer wird mit seinen Mannen weiter bangen müssen, Schwarme steht irgendwo zwischen Mittelfeld und Abstieg - es gibt komfortabler ungeklärte Tabellensituationen. Und so wird den erfahrenen Coach die Niederlage dann doch mehr gestört haben, als es ihm anzumerken war.

Last changed: 09.03.2009 at 00:00:00

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