Quelle Weser-Kurier:
Beide Mannschaften setzten sofort auf Offensive, sodass beide Abwehrreihen vor schwere Aufgaben gestellt wurden. Die ersten klaren Chancen spielten die Gäste heraus, doch Ahmed Hossein und Marcel Wittrock fanden jeweils im hervorragend reagierenden Dennis Fehner ihren Meister. Aber auch Gegenüber Michael Seegers durfte sich über Mangel an Arbeit nicht beklagen. Gegen den Hachetaler Torjäger Svend Kafemann, mit dem Bewacher Mario Peix doch einige Probleme hatte, rettete der Lahauser Keeper zweimal in glänzender Manier. "Schade, einen hätte er zumindest machen müssen", meinte der Hachetaler Co-Trainer Kim Kohröde zur Chancenverwertung seines Teams. Nach der Pause hätte der aus den eigenen A-Junioren gekommene Aljoscha Klatte die Gäste in die Erfolgsspur bringen können, scheiterte nach einer guten Stunde aber auch gleich zweimal an Fehner, einmal sogar mit einem Kopfball aus nur zwei Metern. Die Frage nach dem Sieger wurde erst in der 73. Minute beantwortet: Für das goldene Tor sorgte Marcel Wittrock, der zu einem Solo startete, dabei gleich zwei Gegenspieler vernaschte und sicher vollendete. Damit war der Sieg aber noch nicht in trockenen Tüchern, denn Hauke Logemann (82.) hatte das fast sichere 1:1 auf dem Fuß, setzte das Leder aber aus drei Metern hoch über den Kasten. "Unfassbar", stöhnte Kohröde. Hachetal: Fehner - Butt (78. Hennecke), Endrikat, Knake, Grimberg, Eickhoff, Strahmann (63. Poda), Jäschke (66. Roughley), Kafemann, Behrens, Logemann. Lahausen: Seegers - Peix, Hentschel (60. Sieling), Klatte, Gehling, Sürstedt (75. Mohamed El Chehab), Hossein, Rahier, Böttcher (30. Bock), Wittrock, Rösner.
Der vom TuS Lemförde gekommene Giovanni Esposito brachte die Platzherren schon nach sechs Minuten in Front. Oliver Sboron (12.) erhöhte schnell auf 2:0. Die Twistringer steckten die zwei Einschläge aber recht unbeeindruckt weg und starteten eine Aufholjagd, die auch belohnt wurde. Denn nach Treffern von Daniel Fuhrmann (17.) und Steffen Müller (24.) waren die Gäste wieder zurück im Spiel. Doch die in dieser Phase etwas zu nachlässigen Platzherren erhöhten sofort wieder die Schlagzahl und gingen durch Treffer von Sboron (32.) und Esposito erneut mit zwei Treffern in Front. Obwohl die Twistringer weiterhin bemüht blieben - zu einer zweiten Aufholjagd waren sie dann doch nicht mehr in der Lage. "Unser schnelles Spiel hat uns die entscheidenden Vorteile gebracht", meinte TSV-Coach Horst Meins zur klaren Pausenführung. Nach dem Wiederanpfiff hatten die Platzherren mit einem auch schon leicht resignierenden Gegner kaum noch Probleme. Der kaum zu bremsende Esposito mit einem Doppelpack (56./65.) sowie der vom Barnstorfer SV gekommene Sascha Franz (74.) machten den Kantersieg gegen eine noch sehr junge Twistringer Elf fast mühelos perfekt. "Eine starke Leistung, aber wir wollen ja schließlich auch den sofortigen Wiederaufstieg schaffen", erklärte Meins. SC Twistringen II: Ross - S. Müller, Huntemann (53. Schröder), Röseler, Deepe, Kletke, Fuhrmann, St. Müller, Schmahl, Seebold, Funke (62. Mustafa) .
Denn, wenn man es im Modejargon sagen darf: Der zweite Anzug des SVMS, er knittert. Und zwar gewaltig. Ohne Serdar Uludasdemir, Jacek Oszczapinski, Marco Sommerfeld und Kim-Leong Chung hatte die Truppe von Trainer Andreas Schultalbers in Sudweyhe nicht den Hauch einer Chance. Das Ergebnis ist ebenso deutlich wie verdient. Und ganz ehrlich: Die Gastgeber waren noch gnädig. Hätten sie ihre Konter in der zweiten Halbzeit ordentlich ausgespielt, hätte es für die Mörsener gut fünf oder sechs Gegentreffer geben können. Doch der Reihe nach. Beide Mannschaften hielten ganz offensichtlich nicht viel von Querschiebereien und taktischem Abtasten. Von Beginn an wurde munter nach vorne gespielt, die Partie wogte hin und her. Doch mit zunehmender Dauer wurde deutlich: Die Aktionen des TuS Sudweyhe waren durchdachter, geordneter, präziser. Die Heimelf betrieb einen klar höheren Aufwand, schaffte dadurch immer wieder Überzahlsituationen und brachte den SVMS damit mehr und mehr in Bedrängnis. Stephen Bohl (6./13.) und Nico Riekers (24.) hätten schon vor Sven Müllers Führungstreffer (28.) einnetzen können, danach vergaben auch Eike Dziuba (30.) sowie erneut Bohl (38.) und Müller (43.). Mörsen wurde nur nach Sudweyher Fehlern gefährlich. So nutzten René Wolter (7.) und Benjamin Sommerfeld (20./45.) ihre Einschussgelegenheiten nicht. Wäre auch unverdient gewesen. Denn: Die Mörsener lieferten einen schläfrigen Beitrag ab. Immer einen Tick zu spät, mit vielen Fehlpässen im Aufbau und ohne Durchschlagskraft im Angriff - so reicht’s nicht für die Rückkehr in die Bezirksliga. Erst in der Schlussphase machten die Gäste mehr Dampf, aber da stand es durch Stephen Bohls tolles Solo (65.) schon 2:0. Apropos Bohl: Der schnelle Sudweyher Stürmer hätte sich durch Konter zum Helden schießen können. Wollte er wohl nicht. Er beschränkte sich auf die Vorlage für Sven Müller zum 3:0-Endstand (90.+3). Und ließ damit Gnade walten . . .
Ebenfalls stimmungstrübend wirkte sich die schwere Schienbeinverletzung von Schwarmes Routinier Helge Puvogel aus. "Die Wunde am Bein war trotz Schienbeinschoner offen, so etwas habe ich noch nie gesehen", so Meyer. Aus Schwarmer Sicht zweifelhaft war die Ampelkarte gegen Hendrik Meyer, der zeitgleich mit Neuenkirchens Christoph Diephaus-Borchers duschen gehen musste (43.). Abgesehen von diesen unerfreulichen Vorfällen und nicht nur wegen der spannenden Schlussphase sahen die Zuschauer ein unterhaltsames Spitzenspiel. Beide Teams werden in dieser Saison im oberen Mittelfeld zu erwarteten sein. Neuenkirchen gehört als Absteiger aus der Bezirksliga zu den ambitionierteren Teams, wobei es angesichts der Konkurrenz nicht zur Spitzengruppe reichen wird. Das gleiche gilt auch für die Schwarmer, obwohl sie die letzte Saison als Sechster ordentlich abschlossen. Die Schwarmer drehten Frank Nordmanns 1:0 (10.) noch vor der Pause um. Helge Puvogel praktisch im Gegenzug (12.) und Torben Meyer (39.) trafen. "Wir haben in dieser Phase unsere Chancen besser genutzt", freute sich Meyer. Philip Zelle sorgte mit dem 1:3 eigentlich schon für die Vorentscheidung (70.). Doch Neuenkirchen schlug zurück und bestrafte Schwarmer Nachlässigkeiten. Axel Landwehr (80.) und Torben Schoof (87.) glichen aus. Zwischendurch hätte Torben Meyer allein vorm TVN-Tor das 4:2 und damit den Schwarmer Dreier perfekt machen müssen (84.). TSV Schwarme: Bösche - Albrecht, Bötzel, Bauer, Trautmann, Niehaus (67. Harmsen), Krey (73. Pilz), H. Meyer, Puvogel (43. Zelle), T. Meyer, Wolters.
Ein knapper, wenngleich verdienter Sieg, wie Vilsen-Coach Willi Feldhaus nach dem Aufeinandertreffen festhielt. "Wir haben über weite Strecken das Spiel bestimmt", meinte Feldhaus, allerdings ohne zu verheimlichen, dass die Gastgeber in der letzten Viertelstunde noch zwei hochkarätige Einschussgelegenheiten besaßen. "Wenn man aber die Chancen gegenüber stellt, dann hatten wir eindeutig mehr", meinte Feldhaus insbesondere zu den Möglichkeiten von Marco Preiss und Stephan Dahnke, die ihrem Trainer automatisch eine entspanntere Schlussphase beschert hätten. "Mit Pech spielt man hier noch Unentschieden", sagte Feldhaus und kritisierte dabei die noch zu hohe Zahl an Fehlpässen - besonders in der Offensive. "Wir hatten genügend Überzahlspiel, haben dies aber nicht ausnutzen können, weil wir schlecht in die Spitze gespielt haben", so Vilsens Coach. Beim entscheidenden Tor klappte es indes ganz gut: Eine schöne Querablage von Souleiman Michou verwertete Björn Wellmer zum 1:0. "Der Saisonstart ist uns damit gelungen. Das täuscht aber nicht darüber hinweg, dass wir im Training noch einiges tun müssen. Gerade was das Zusammenspiel betrifft", weiß Feldhaus, dass eine hauchdünne Führung nicht immer mit etwas Dusel ins Ziel gerettet werden kann. SV Bruchhausen-Vilsen: Stelter - Vogel, Lampa, Mewes, Schlechter, Wellmer, Röper (65. Alpert), Büntemeyer, Michou, Dahnke (80. Müller), Preiss (88. Hütte).
Dabei sah es lange Zeit so aus, als ob die Neubruchhauser diesmal etwas Zählbares einheimsen könnten. Bis zur 70. Minute führte der krasse Außenseiter und musste erst dann seiner kräftezehrenden Spielweise Tribut zollen. "Bereits nach fünf Minuten hätten wir führen müssen, aber Arne Klußmann traf lediglich den Pfosten", bedauerte Neubruchhausens Coach Andreas Scharf die mangelnde Chancenverwertung zu Beginn. Auch Pascal Hakkels Kopfball fehlte die Präzision (15.). Ein Eigentor der Hausherren brachte die Gäste schließlich in Front: Nico Timme köpfte dabei seinen TuS-Gegenspieler an (45.), von dem prallte der Ball dann ins Netz. "Unser zweiter Treffer wurde uns dagegen verwehrt, als der Unparteiische nach einem Treffer von Nico Timme auf Abseits entschied. Das war der Knackpunkt. Du freust dich quasi über den zweiten Torerfolg und musst in dann im Gegenzug den Ausgleich schlucken", so Scharf, der den Sulinger Treffer per Kopfball durch Carsten Sudmann registrierte. Sudmann, der im Mittelfeld zum Einsatz kam, spielte sich danach in einen regelrechten Rausch und steuerte zwei weitere Tore bei (79./81.). Die vierten TuS-Bude markierte Malte Wulferding kurz vor Toresschluss (90.). "Leider sind wir für unseren tollen Auftritt nicht belohnt worden", bedauerte Scharf. TSV Neubruchhausen: J. Lange - Aselmann (75. Tebelmann), Meyer, Hattesohl - Barth (71. D. Lange), T. Timme - Nolte, Hakkel (60. O. Klußmann), A. Klußmann, Giessel - N. Timme.
Und das auf den letzten Drücker. Nachdem Rückkehrer Frank Weseloh bereits für den 1:2-Anschlusstreffer gesorgt hatte, war es erneut Weseloh, der in der Nachspielzeit zum 2:2 einnickte. Gut 80 Minuten zuvor sah die Heiligenfelder Welt noch um einiges betrüblicher aus. "In den ersten 30 Minuten der ersten Halbzeit haben wir überhaupt nicht stattgefunden", sagte SVH-Coach Frank Drechsler, dessen Team überdies das Pech an den Hacken haftete. Frank Jansen unterlief bereits in der elften Minute ein Eigentor. Zwar kamen die Gäste mit zunehmender Dauer besser ins Spiel, doch das Tor schossen erneut die Gastgeber (70.). Ein langer Flankenball düpierte die Heiligenfelder Abwehr in dieser Szene. "Danach haben wir den Libero aufgelöst, sind etwas größeres Risiko gefahren", meinte SVH-Betreuer Torben Fuchs. Mit Erfolg. Denn nur fünf Minuten später durften die Gäste den Anschlusstreffer bejubeln. "Die Mannschaft hat Moral gezeigt", sah Drechsler sein nun völlig offensiv gestimmtes Team auf den Ausgleich drängen. Bis zum Ende der 90 Minuten und sogar darüber hinaus. "Die Mannschaft hat sich nicht aufgegeben und einen tollen Einsatz gezeigt. Aufgrund dessen ist das Unentschieden verdient", meinte der Heiligenfelder Übungsleiter. SV Heiligenfelde: Gerlach - Honscha, Diers, Jansen, Weseloh, Obst, Volkmann (75. Rohlfs), Stöver, Kucharski, Bolte (33. Lindhorst), Götzinger.
Last changed: 17.08.2008 at 23:00:00 zurück |

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