Quelle Weser Kurier:
Dabei zeichnete sich der hohe Erfolg des Favoriten zunächst einmal nicht ab. Obwohl die Sudweyher die Partie dominierten, hielt die von Abwehrchef Ole Neumann bestens organisierte Lahauser Abwehr dem Druck bis kurz vor dem Seitenwechsel stand. Dann konnte TSV-Abwehrspieler Stephan Wetjen TuS-Angreifer Stephen Bohl nur durch ein Foul bremsen. Den fälligen Strafstoß verwandelte Sven Müller zur verdienten Führung (43.). Bis zum Pausenpfiff übertrafen sich Bohl, Thorsten Weger und erneut Bohl im Auslassen bester Einschussmöglichkeiten. Das grenzte bereits an Fahrlässigkeit, was der Bezirksligaabsteiger da versiebte. Rächen sollte sich das gegen die überforderten Gastgeber allerdings nicht. Dennoch dauerte es bis weit in die zweite Hälfte, ehe den Sudweyhern der zweite Torerfolg gelang. Weger traf (66.), nach dem er eine Minute zuvor noch knapp vorbei gezielt hatte. Dann schlug die Stunde von Dziuba, der in den letzten Minuten fast nach Belieben traf. Zunächst in der 69. Minute, als er einen Flankenball von Weger einköpfte. Vier Minuten später war die Sudweyher Nachwuchshoffnung erneut erfolgreich - diesmal per Rechtsschuss. Kurz darauf sah der erst in der zweiten Halbzeit eingewechselte Lahauser Matthias Wagner nach Beleidigung die gelb-rote Karte (74.). Trotz Unterzahl konnte Mario Rösner für die Gastgeber verkürzen (81.). Ganz gekonnt markierte Dziuba danach seinen dritten Treffer (85.), ehe Bastian Erlebach den Schlusspunkt setzte (90.). "Ich hätte von den Lahausern in diesem Derby mehr Gegenwehr erwartet. In der ersten Halbzeit lief es für mich nicht so gut. Mein erster Treffer war dann jedoch das Signal", freute sich der dreifache Schütze Dziuba. "Die Derby-Brisanz spiegelte sich nicht auf dem Spielfeld wieder", monierte TuS-Coach Jürgen Maltzahn. "Die erste Hälfte lief gut, danach setzte sich die spielerische Klasse der Sudweyher durch", bilanzierte Lahausens Trainer Jörg Amrhein.
Immerhin hatten die Seinen die Spitzenposition zementiert und das Match glasklar beherrscht. "Wichtig ist, dass man so ein Spiel gewinnt"bemerkte Feldhaus im Anschluss das, was wohl jeder andere Übungsleiter in seiner Situation auch bemerkt hätte. Weil es ganz einfach stimmt. Der Tabellenvorletzte aus Sulingen beschränkte sich in Vilsen ausschließlich auf eine kompakte Defensive. Offensivbemühungen? Gab es nicht. Angesichts dieser Marschroute war klar, dass die Zuschauer keinen Leckerbissen serviert bekommen. Nicht wirklich klar war jedoch, dass es die Gastgeber nach dem Wechsel nicht wenigstens versuchten, das Ganze ein wenig appetitlicher zu gestalten. Stattdessen "haben wir uns mehr und mehr dem Sulinger Spiel angepasst", rügte Feldhaus, denn das sei schlicht niveaulos gewesen. Und die Chancen, die sich dennoch ergaben, wurden auch noch versemmelt. Tobias Witte hätte treffen können, Björn Wellmer sogar müssen. Wirklich fatal war das aber nicht. Dafür hatten Matthias Hansack (10.) und Witte (40.) schon vor dem Wechsel gesorgt. "Sulingen hat eben verteidigt, nicht mehr, nicht weniger", begründete Feldhaus 90 nicht eben mitreißende Minuten. Gebracht hat es den Gästen wenig: Sie rangieren weiter auf dem vorletzten Platz. Eine offensivere - und damit attraktivere - Spielweise hätte ihnen vielleicht ganz gut getan. Der Partie ganz sicher . . . SV Bruchhausen-Vilsen: Bobrink - Mewes, Lampa, Vogel, Witte, Wellmer, Alpert, Preiss (75. Michou), Röper (70. Schlechter), Büntemeyer (85. Dahnke), Hansack.
"Wir müssen unsere Punkte gegen andere Mannschaften holen", hakte Schwarmes Coach Lüder Meyer diese Niederlage schnell ab und lobte den Gegner in höchsten Tönen. "Für mich ist Wetschen das Beste, gegen das wir in dieser Saison bisher antreten mussten. Die waren immer einen Tick schneller und hätten auch noch zwei, drei weitere Tore machen können." Das allerdings galt auch für den TSV Schwarme. Denn nach dem frühen 0:1 durch Giovanni Esposito (3.) hatten die Gastgeber fünf dicke Konterchancen. Dreimal scheiterte Hendrik Meyer auf Pass seines Bruders Torben am gegnerischen Schlussmann, zweimal vergab der 45-jährige Rainer Wolters. "Ich möchte mal sehen, wie Wetschen reagiert, wenn die in Rückstand geraten. Ob die dann mit der gleichen Ruhe weitermachen?" Eine spekulative Frage von Lüder Meyer, denn seine Schützlinge hatten das Zielwasser ganz offensichtlich schon in der Kabine verschüttet. So baute der TSV Wetschen seinen Vorsprung durch Treffer von Sascha Franz (23.) und Antonio Trucco (25.) aus. Mehr gelang dem Bezirksliga-Absteiger aber nicht, denn die Schwarmer brachten die Partie trotz des ebenso zeitigen wie hohen Rückstands konzentriert über die Zeit. Und eben damit war Lüder Meyer dann auch zufrieden. "Wir haben recht gut gestanden, hatten unsere Möglichkeiten und haben ordentlich mitgehalten", fand der Schwarmer Übungsleiter. Mit Recht. Denn gegen solche Mannschaften muss sich ein Abstiegskandidat die positiven Aspekte herauspicken. TSV Schwarme: Grondey - Bösche, Albrecht, Ehlert, Bötzel, Harmsen (70. Krey), Trautmann, Wolters (62. Brinkmann), Bahr, T. Meyer, H. Meyer.
"Da waren so zweieinhalb, drei Eigentore dabei", erinnerte sich TSV-Akteur Christian Nolte. So auch das 1:0 in der 35. Minute, bei dem ein Freistoß von Julian Gießel von einem Lessener unhaltbar abgefälscht wurde. Dieser Zwischenstand war nach Halbzeit eins auch gerecht. Das Match wogte auf niedrigem Niveau hin und her, beide Teams hatten ihre Möglichkeiten, die Neubruchhauser agierten etwas gefälliger. Nolte hatte einen passenden Spruch aus dem Publikum aufgeschnappt: "Das lässt sich nicht so gut anschauen." Nach dem Seitenwechsel wurde es für den TSV-Anhang erträglicher. Jetzt entwickelte die Truppe von Trainer Andreas Scharf mehr Druck, gewann den Großteil der Zweikämpfe und schnappte sich auch die meisten zweiten Bälle. Und der Aufwand, er brachte auch Ertrag. Nach präzise einer Stunde rauschte ein Freistoß von Christian Meyer an Freund und Feind vorbei ins lange Ecke des SVL-Gehäuses. "Ich glaube aber, da war auch ein Lessener als Letzter dran", so Nolte. Den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer durch Dennis Griffel (61.) konterte Neubruchhausen vier Minuten später durch - na, was wohl? - ein weiteres Eigentor. Diesmal hieß der Pechvogel Julian Hartkamp. Die rote Karte gegen Marc Tönjes (81.) rundete den missglückten Lessener Auftritt schließlich ab. Doch die Heimelf wollte nicht ohne selbst erzielten Treffer vom Feld gehen. Doch auch dafür musste ein Elfmeter herhalten, den Nico Timme sicher verwandelte (83.). TSV Neubruchhausen: J. Lange - Meyer, Hattesohl (46. T. Timme), Barth, Husmann (90.+3 Schütte), Nolte, Klußmann, Hakkel (70. Tebelmann), Gießel, D. Lange, N. Timme.
Zur Pause stapfte Trainer Frank Drechsler allerdings noch mit einer Mischung aus Frust und Ärger in die Kabine. "Das war gar nichts", lautete sein kurz angebundener Kommentar. Tatsächlich liefen seine Mannen vergeblich dem frühen Rückstand hinterher Wobei der SVH nicht allzu viel am Laufarbeit bot. "Das war alles zu einfach gedacht und so kam nichts dabei raus." Bezeichnend war der Rückstand. Nach einem Freistoß blieben die Heiligenfelder komplett stehen und der aufgerückte Abwehrmann Tobias Schoof lief ungehindert zum Ball und köpfte ihn ein (2.). "In der zweiten Hälfte haben wir dann das gemacht, was ich schon vor dem Spiel gesagt hatte", so Drechsler. Und plötzlich standen die Heiligenfelder nicht mehr auf der Leitung, sondern erarbeiteten sich reihenweise Chancen. Roman Obst war in den Sturm beordert worden und sorgte mit Michael Götzinger für schnelle Kombinationen. Zunächst glich Andre Kucharski mit Direktabnahme nach Eckball aus (47.). Roman Obst traf nach Vorlage von Götzinger zum späten 2:1 (83.), ehe Götzinger einen Alleingang zum 3:1 vollendete (88.). Zwischenzeitlich allerdings hatten Götzinger (46., 49.) sowie Michael Volkmann und Obst mit Doppelchance (75.), aber auch Eric Stöver (80.) ihren Mannschaftskollegen Hoffnungen auf Tore gemacht, waren aber alle am TVN-Keeper gescheitert. SV Heiligenfelde: Gerlach - Janshen, Jamer, Diers (25. Liebert), Lindhorst, Schmidt, Stöver, Kucharski, Obst - R. Rohlfs (46. Volkmann), Götzinger.
Martin Roughley (20.) besorgte gegen bis dahin bessere Gäste die überraschende Führung, nachdem er am Strafraum einen leichtsinnigen Sulinger Querpass abgefangen hatte. Danach vergab Thorolf Meyer zwei gute Möglichkeiten für die Gäste. Ansonsten spielte sich die Partie weitestgehend zwischen den Strafräumen ab. "Wir haben gut unsere Positionen gehalten und so nur wenig zugelassen", meinte Kohröde zu den ersten 45 Minuten. Kurz nach dem Wiederanpfiff verpasste "Toto" Meyer mit einem Postenschuss den Ausgleich, auf der Gegenseite verzog Hachetals Torjäger Svend Kafemann (52.) nur knapp. Nach einem Eckball gelang Carsten Sudmann (55.) das 1:1, und nun wurde es eng für die Platzherren. Die Abwehr, in der Altligist Jens Rosenthal als Aushilfe eine ganz starke Leistung brachte, geriet immer mehr unter Druck. Glück für die Platzherren, dass es nicht der Tag des Thorolf Meyer war. Der ließ nach 75 Minuten eine weitere klare Chance aus, als er das Leder Torwart Dennis Fehner direkt in die Arme schob. Die Entscheidung fiel in letzter Minute durch Roughley, der den Sulinger Keeper Christian Schuster mit einem durchaus haltbaren Schuss aus 18 Metern überwand. Hachetal: Fehner - Grimberg (89. Neumann), Endrikat, Henneke, Knake, Eickhoff, Barmbold, J. D. Kafemann (46. Logemann), S. Kafemann, Rosenthal, Roughley
"Wagenfeld war schon nicht gut. Wir allerdings waren noch schlechter", fasste Twistringens Co-Trainer Stephan Borchers das Erlebte zusammen. Nennenswerte Torgelegenheiten blieben Mangelware. Mit einigen Ausnahmen. Da wäre zuerst der Twistringer Führungstreffer zu erwähnen: Nach einem abgewehrten Eckball zog Thomas Thiede aufs gegnerische Tor ab. Seinen Schuss konnte Wagenfelds Keeper Matthias Herbst noch aus dem Winkel fischen. Danach stand jedoch Sascha Seebold goldrichtig und markierte das 1:0 (32.). Bis kurz vor der Pause hatte dieser Zwischenstand Bestand. Dann haute Twistringens Thomas Neelsen an der Mittellinie über den Ball. Sergio Agripino nutzte den Lapsus und ging auf der linken Seite auf und davon, seinen Flankenball verwandelte Christopher Lampe zum Ausgleich (43.). Mit der Fußspitze gelang Dennis Mentner nach Flanke von Thorben Maas dann der Siegtreffer (51.). "Unsere Anfälligkeit kurz vor und nach dem Seitenwechsel ist schon frappierend. Hinzu kam, dass Seebold bereits nach 50 Minuten verletzt ausscheiden musste. Dadurch fehlte uns im Sturm die Anspielstation", erkannte Borchers. Nach wiederholtem Foulspiel sah Wagenfelds Julian Marquardt noch Gelb-Rot (89.). SC Twistringen II: Hjortskov - Neelsen, Schröder, Röseler, Krowiorsch, Warnke (76. Westermann), Glatzel, Mostafa, Schmahl (67. Lameyer), Seebold (50. Siemers), Thiede.
Last changed: 10.11.2008 at 00:00:00 zurückKommentareKommentar hinzufügen |
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