Quelle Weser Kurier:
Tatsächlich lief bei den Blauen gar nichts zusammen. Lediglich Torwart Steffen Roess und Libero Kevin Krowiorsch waren nicht so schlecht wie die anderen. Teilweise bot die SCT-Reserve sogar Dilettantisches. So grätschte Fadi Mostafa seinem Mitspieler Thomas Neelsen in die Parade, als der gerade aufs Tor schießen wollte (76.). So verstolperte Julian Fuhrmann nach tollem Steilpass von Mostafa (66.). So trat Fuhrmann über den Ball und Thomas Schmahl denselben neben das leere Tor (61.). Da wandte sich der Gastfan mit Grausen. Doch kurioserweise hatten die klar unterlegenen Twistringer ausreichend Einschussmöglichkeiten und erzielten nach der Pause sogar ein Plus an Eckbällen von 6:2. "So ganz stimmte es in unserer Abwehr auch nicht", gab Amrhein zu - doch das war egal. Immerhin zeigte Aljoscha Klatte Übersicht und organisierte die Abwehrreihe. Entscheidend für den Erfolg war, dass es bei Weyhe-Lahausen - anders als in den Spielen zuvor - nach vorne funktionierte. "Wir spielen offensiv", antwortete Amrhein scheinbar banal auf die Frage nach dem Unterschied zu den letzten Wochen. Und dieses Offensivspiel hatte Erfolg. "Allerdings haben wir die ersten fünf Minuten mitgehalten", wandte Schütte mit leichter Ironie ein. Doch Mario Rösners 1:0 nach Eckball (10.) sorgte praktisch schon für die Entscheidung. Der wegen eines privaten Termins schon zur Pause ausgewechselte Marcel Wittrock (19.) und Mohamed El Chebab (28.) erzielten fein herausgespielte Treffer. Als Ahmed Hossein allein vor Keeper Roess scheiterte, kommentierte Amrhein trocken: "Das war ja wie früher." Doch sein Team machte einen klaren Schritt nach vorne - und mit den drei Punkten mehr auch einen in Richtung Tabellenmittelfeld. Der eingewechselte und sehr aktive Bastian Böttcher sorgte schließlich für das 5:0. Beide Male waren drei Weyher allein im Twistringer Strafraum aufgetaucht. Erst schloss Böttcher einen Alleingang über die linke Seite ab (63.), dann bereitete er Hosseins Flanke vor, die Amrhein Böttcher maßgerecht zum Einschuss vorlegte (71.).
(KBÖ)
Es dauerte allerdings eine Zeit, bis sich beide Mannschaften auf dem Rasenrechteck orientiert hatten. "Die erste Hälfte war eigentlich ein einziges Abtasten", verriet Heiligefeldes Pressewart Thorben Fuchs. Beide Teams wollten ihrem Nachbarn keine Blöße geben, die Angst vor der Blamage stand deutlich über der Spielfreude. Kaum Chancen, keine Tore - das Match dümpelte in Richtung Langeweile. Diesen Knoten durchschlug schließlich Dennis Lange: Fünf Minuten nach dem Seitenwechsel war der Neubruchhauser Goalgetter mit einer Volleyabnahme erfolgreich und löste damit die taktischen Fesseln dieses Aufeinandertreffens. Doch nicht der durch seine Erfolgsserie und den Führungstreffer gestärkte Aufsteiger bestimmte fortan das Geschehen, sondern der SV Heiligenfelde. Durch die Drechsler-Truppe ging ein Ruck, der läuferische Aufwand wurde noch einmal erhöht, der Druck auf das Neubruchhauser Tor ebenso. Mit Folgen: Michael Götzinger (57.) und Joker Florian Jamer (70.) drehten die Partie. Für Farbe sorgte abschließend Torschütze Götzinger, der - in der Annahme, er befände sich bereits im Seitenaus - einen Ball auffing und die gelb-rote Karte sah (85.). Das war allerdings der einzige Grund zur Kritik aus Sicht des SV Heiligenfelde. "Der Sieg", so sah es Thorben Fuchs, "ging unterm Strich in Ordnung." SV Heiligenfelde: Gerlach - Honscha, Janshen, Diers, Fleitling, Obst, Weseloh, Volkmann (90.+3 André Rohlfs), René Rohlfs (63. Jamer), Stöver 80. Schmidt), Götzinger. TSV Neubruchhausen: Jens Lange - Aselmann, Meyer, Hattesohl, Timo Timme, Nolte (80. Hußmann), Hakkel (60. Oliver Klußmann), Arne Klußmann, Gießel (46. Martin), Dennis Lange, Nico TImme.
"Die haben mit zehn Mann hinten drin gestanden und die Kugel einfach rausgekloppt", wunderte sich Vilsens Betreuer Norbert Schmusch über die Igeltaktik aus Sudwalde und Affinghausen. Die Gastgeber nahmen die Einladung zum Einbahnstraßen-Fußball dankend an und kombinierten dabei zeitweise recht ansehnlich. Die Belohnung folgte nach einer knappen halben Stunde: Nach einem Doppelpass mit Souleiman Michou flankte Marcel Alpert auf Tobias Witte, der diese wunderschöne Vorarbeit nicht sinnlos vergeuden mochte. Diesem Führungstreffer folgten allerdings keinerlei Hachetaler Attacken. Der FC stand weiter hintendrin und ließ seine Betonmischmaschine laufen. "Die wurden erst in der 75. Minute einmal gefährlich", erinnerte sich Schmusch. Da aber hatten seine Jungs durch Souleiman Michou bereits das 2:0 vorgelegt. Den Endstand machte schließlich Christian Mewes perfekt, der eine Kombination über Stefan Warnke und Michou aus 18 Metern zum 3:0 abschloss. SV Bruchhausen-Vilsen: Stelter - Mewes, Lampa, Vogel, Witte (86. Chudawerdjan), Schlechter (46. Preiss), Alpert, Röper, Warnke, Büntemeyer, Michou (65. Hansack). FC AS Hachetal: Fehner - Jäschke, Endrikat, Hennicke, Knake, Eichhoff, Strahmann, H. Kafemann, S. Kafemann, Logemann (58. Neumann), Roughley (67. Landwehr).
"Wir haben aber gar nicht total schlecht gespielt, sondern uns die Dinger fast selbst reingemacht", wunderte sich TSV-Coach Lüder Meyer. Vor allem Hendrik Meyer hatte einige gute Einschussmöglichkeiten für Schwarme (1., 15., 48.). "Schwarme hatte einfach eine schwarzen Tag", kommentierte SVMS-Coach Andreas Schultalbers nach dem Abpfiff. Sein Team dominierte vor allem die erste Hälfte und nutzte die eklatanten Schwarmer Abwehrfehler konsequent. Dass Marcus Bollhorst beim 1:0 einen eingeübten Freistoßtrick umsetzte (2.) und Serdar Uludasdemir (20.) sowie Kim Leong Chung (39.) mit tollen Volleyschüssen trafen, freute "Schulti" zusätzlich. Simon Beuke (31.), Benjamin Sommerfeld (45.) sowie Uludasdemir (55., 90.) machten den Kantersieg perfekt. SV Mörsen-Scharrendorf: Bartels - Becker, Beuke, Bollhorst (67. Erhard), Benjamin Sommerfeld, Andre Sommerfeld, Marco Sommerfeld, Oszapinski (67. Drunagel), Uludasdemir, Wolter (65. Frank Sommerfeld). TSV Schwarme: Hustedt (25. T. Bösche) - Trautmann, Albrecht, Özel, Bauer, Wolters, Bahr (70. Hüneke), Mezner (60. Zelle), Ehlert - Puvogel, H. Meyer.
Last changed: 21.09.2008 at 23:00:00 zurückKommentareKommentar hinzufügen |

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