Quelle Weser Kurier:
"Der Start hätte für uns natürlich schon etwas besser laufen können", bilanziert Stürmer Marcel Wittrock die eher durchwachsenen Ergebnisse. "Man muss jedoch gleichzeitig sehen, welche Spieler wir am Ende der letzten Serie verloren haben", weist Wittrock auf die schmerzlichen Verluste in personeller Hinsicht hin. Neben der Leitfigur Sven Mennicke verabschiedete sich mit Ausnahmestürmer Nils Ruscher ein weiterer potenzieller Leistungsträger. "Auch Spieler wie Ole Neumann, der uns verletzungsbedingt nicht mehr zur Verfügung stehen wird, oder aber auch erfahrene Akteure wie Jörg Arnebold und Björn Lankenau wussten natürlich, wo der Hase lang läuft. Die kann man nicht so ohne weiteres ersetzen", so der erfahrene Wittrock, dem jetzt eine ganz besondere Rolle zuteil wird. "Nach Michael Seegers bin ich jetzt zweiter Kapitän", erzählt der 27-jährige Angreifer, der mehr denn je als Führungsspieler gefragt ist. Denn überwiegend junge Spieler - allein sechs Nachwuchstalente stießen aus dem A-Juniorenbereich der Lahauser in den Kader der ersten Herren - begrüßte Neutrainer Jörg Amrhein als Neuzugänge beim Trainingsstart. "Die brauchen natürlich eine gewisse Zeit, um sich an die Härte im Herrenbereich und speziell in der Kreisliga zu gewöhnen", sagt Wittrock, der aufgrund der Umstände lediglich einen Mittelfeldplatz mit seiner Elf anpeilt. Dabei waren die letzten zwei Jahre im Lahauser Dress für Wittrock, der zuvor in der Bremer Landesliga für den TSV Melchiorshausen spielte, absolut erfolgreich. Im ersten Jahr stieg der als Dachdecker in Groß Mackenstedt tätige Wittrock mit seinem Team aus der Kreisliga A in die Kreisliga auf. "Im Aufstiegsjahr erzielten wir sage und schreibe 123 Treffer. Ich habe dabei 18 Tore selbst erzielt und so um die 20 bis 30 vorbereitet", berichtet Wittrock, der nicht nur als Stürmer, sondern hin und wieder auch auf der Spielmacherposition zu finden ist. Auch das Jahr eins in der Kreisliga bezeichnet Wittrock als sehr erfolgreich, sprang doch am Ende ein respektabler fünfter Tabellenplatz in der Endabrechnung heraus. "In der vergangenen Saison war ich allerdings nicht fit. Da mich eine Arthrose im Sprunggelenk hier für längere Zeit außer Gefecht setzte, gelangen mir lediglich neun Treffer", bedauert Wittrock seine unfreiwillige Auszeit. Doch mit dem Verletzungspech soll jetzt endlich Schluss sein. Beim Auswärtssieg in Hachetal deutete Wittrock seine Gefährlichkeit an und erzielte prompt das goldene Tor. "Dieses Jahr haben uns natürlich wesentlich mehr Teams auf dem Zettel. Dazu kommt, dass die Kreisliga durch die vielen Bezirksligaabsteiger noch wesentlich attraktiver geworden ist. Ich würde sogar soweit gehen, von der stärksten Kreisliga der letzten 15 Jahre zu sprechen", sagt Wittrock, der im zarten Alter von vier Jahren seine Fußballerlaufbahn beim TuS Sudweyhe startete. "Zwischen Rang acht und zwölf sollten wir aber landen", so Wittrock.
Last changed: 24.08.2008 at 23:00:00 zurückKommentareKommentar hinzufügen |

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